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50 Jahre Hans-Christian-Andersen-Schule

Heimat bieten und Integration fördern

Stadthagen (ssr). Die Hans-Christian-Andersen-Schule (HCAS) in der Stadthäger Schachtstraße begeht heute ihr 50. Jubiläum. Teil der Feiern in der Förderschule mit Schwerpunkt Lernen ist ein Schulfest mit buntem Programm.

veröffentlicht am 13.12.2007 um 00:00 Uhr

Mittlerweile rund 50 Prozent ihrer Stunden unterrichten die 27 Sonderpädagogen gar nicht an der HCAS selber, sondern in umliegenden Grund- oder Hauptschulen. Dahinter steckt der Gedanke, Kinder mit auffälligen Lernschwierigkeiten in enger Zusammenarbeit mit den dortigen Lehrern möglichst in ihrem ursprünglichen schulischen Umfeld zu unterstützen. Die HCAS fungiert in diesem Sinne schon seit etwa sieben Jahren als so genanntes "Förderzentrum". Dieser Ansatz eines "regionalen Integrationskonzeptes", wie die Pilotprojekte bislang hießen, wurde in Stadthagen und Umland besonders engagiert betrieben. "Wir sind da seit einiger Zeit landesweit sicher mit in derSpeerspitze", reklamiert Schulleiter Georg Bittner eine Vorreiterrolle. Genausoüberzeugt kümmern sich die Sonderpädagogen um die derzeit 115 Schüler, welche die elf Klassen der HCAS füllen. Längst nicht mehr so stark wie in vergangenen Jahrzehnten, aber immer noch gebe es im gesellschaftlichen Umfeld Vorurteile und und Abwertungen gegenüber Förderschülern. "Das kommtbei den Kindern und Jugendlichen auch durchaus an", weiß Bittner. Daher sei es eine wichtige pädagogische Aufgabe, den Schülern eindringlich ein möglichst starkes Rückgrat zu vermitteln. Den Schülern und der Gesellschaft gelte es vor Augen zu führen, dass in jungen Menschen trotz Lernauffälligkeit "große spezifische Möglichkeiten stecken können", so der Schulleiter. Beweis: Ein erheblicher Teil der HCAS-Schüler schafft in der 1992 eingerichteten eigenen zehnten Klasse ihren Hauptschulabschluss. Einerseits die Integration zu befördern, andererseits aber den lernauffälligen Schülern zu helfen, für die die Förderschule selber das Richtige ist, stelle eine doppelte Herausforderung dar, skizziert Bittner: "Diese Vielfalt ist manchmal nicht unproblematisch, aber unser Kollegium mit seiner guten Mischung aus erfahrenen undjungen Kollegen nimmt das an." Nicht wenige Schüler empfänden die HCAS nach einiger Zeit "als ein Stück Heimat", berichtet der Schulleiter von Schüleräußerungen. Die HCAS setzt in drei Bereichen besondere Akzente: die Einrichtung ist "Europaschule", sie führt einen offenen Ganztagsbetrieb sowie eine Schülerfirma "Mister Apple", welche ökologisches Catering betreibt - und dafür auch Aufträge annimmt. Für den Ganztagsbetrieb "wünschen wir uns sehr die Einrichtung einer Mensa", sagt Bittner, der die Ausstattung der HCAS durch den Landkreis als Schulträger grundsätzlich sehr lobt. Eine regelrechte Forderung richtet der Schulleiter an die Landesschulbehörde: "Wir benötigen einen Sozialarbeiter, um das Ganztagsmodell mit Leben zu erfüllen."



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