weather-image
27°
Die Rücklage wächst / Grundsteuer bleibt stabil

Heeßen: Es lebt sich besser ohne Schulden

Heeßen (sig). Es ist eine frohe Botschaft, die Gemeindedirektor Bernd Schönemann dem Finanzausschuss Dienstagabend mitgeteilt hat: Heeßen ist schuldenfrei, und die Rücklagen wachsen weiter an. Auf eine solche Nachricht hoffen noch viele Gemeinden nicht nur im Schaumburger Land. Diese positive Entwicklung zwingt Heeßen auch nicht, die Grundsteuern sowie die Gewerbesteuer für 2008 zu erhöhen.

veröffentlicht am 22.02.2008 um 00:00 Uhr

Neu möbliert und frisch renoviert: Der Finanzausschuss fühlt sic

Dass die Reise in die richtige Richtung geht, wurde schon deutlich, als Bernd Schönemann die Zahlen des voraussichtlichen Jahresabschlusses erläuterte. Das vergangene Haushaltsjahr wurde mit einem Überschuss in Höhe von 87 070 Euro beendet. Durch diesen Betrag erhöhten sich die Rücklagen auf insgesamt 173 632 Euro. Der Etat umfasste 2007 insgesamt 608 315 Euro. Angesichts dieser Entwicklung gab es eine einstimmige Empfehlung an den Gemeinderat, den Haushaltsplan für das laufende Jahr zu verabschieden. Demnach werden die Verwaltungsausgaben sogar noch leicht auf 493 200 Euro sinken. Im Vermögenshaushalt sind 84 900 Euro vorgesehen. Irgendwelche Kredite werden nicht benötigt. Es gibt keinerlei Verpflichtungsermächtigungen als Vorgriff auf 2009. Deshalb sieht der Finanzausschuss auch keinen Handlungsbedarf, Gemeindesteuern zu erhöhen. Die Grundsteuer für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sowie für die Grundstücke bleibt bei 300 v.H. und die Gewerbesteuer bei 310 v.H. Die Einnahmen des Verwaltungshaushaltes werden vor allem gespeist aus dem Anteil der Einkommensteuer (330 000 Euro), aus der Gewerbesteuer (130500 Euro) und der Grundsteuer B (95 200 Euro). Ein ausgeglichener Haushalt bedeutet aber nicht, dass sich die Gemeinde zurücklehnt und auf investive Maßnahmen verzichtet. Es gibt weitere kleinere Vorhaben im Bereich des Bebauungsplans "Ortskern". Im Mittelpunkt steht aber der geplante Ankauf der Grundstücke, auf denen sich die Bouleanlage und der Bolzplatz befinden. Dahinter liegt eine Fläche, die direkten Zugang zur Bückeburger Aue hat und in den Grunderwerb einbezogen werden soll. Neue Spielgeräte sollen angeschafft werden sowohl für den Bolzplatz als auch für den Spielplatz gegenüber dem Heeßer Kindergarten. Erschließungskosten in Höhe von 20 000 Euro sind für den Bereich südlich der Straße "Im Wiesengrund" eingeplant. Es gibt auch Überlegungen, die Straßenbeleuchtung auf Energie sparende Natriumleuchten umzustellen. Angesichts der steigenden Stromkosten ist dieser Schritt sicherlich sinnvoll. 2006 musste man für den Strom rund 5700 Euro aufwenden. Für dieses Jahr sieht die Planung bereits 8000 Euro vor. Ein besonderes Augenmerk will die Gemeinde angesichts der zunehmenden Hochwassergefahren auf die Pflege der Gräben und Vorfluter legen. Als eine bereits spürbare Entlastung bezeichnete Bernd Schönemann die Regenrückhaltebecken im oberen Bereich der Aue sowie den "Bypass" im Kurpark, der den Durchfluss beim Tuffsteinbrunnen entlastet.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare