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Von der Varusschlacht bis zum römischen Festmahl: Gemeinschaft der Heeresflieger auf Reise durch die Vergangenheit

Heeresflieger auf den Spuren der Germanen und Römer

Bückeburg/Luhden (sig). Peter Zabold und Heinrich Rohde haben für die Bückeburger Gemeinschaft der Heeresflieger eine Zeitreise auf den Spuren der Germanen und römischen Legionen vorbereitet. Das erste Ziel war Kalkriese im Osnabrücker Land. Auf dem Gelände des dortigen Museumsparks soll sich 9 nach Christi Geburt die Varusschlacht ereignet haben.

veröffentlicht am 09.10.2007 um 00:00 Uhr

Zumindest deuten sehr viele Fundstücke darauf hin, dass die für die weitere Entwicklung in Europa so wichtige kriegerische Auseinandersetzung hier stattgefunden hat. Hermann der Cherusker, der die germanischen Stämme gegen die Römer anführte, wurde von dem Geschichtsschreiber Tacitus sogar als "Deutschlands Befreier" tituliert. An die 20 000 Römer sollen bei der Schlacht im Teutoburger Wald gefallen sein. Ihr Feldherr Varus erlitt hier seine schwerste Niederlage. Die nächste Station der Besuchergruppe war Wesel. Dort bezog man Quartier im Geburtshaus von Konrad Duden, der sich - wie kein anderer - um die deutsche Rechtschreibung verdient gemacht hat. Am nächsten Tag begab man sich in der geschichts- trächtigen Stadt Xanten auf die Suche nach weiteren römischen Spuren. Im Anschluss an eine Stadtführung und an ein Orgelkonzert im Dom zu Xanten ging es zum "Archäologischen Park", in dem großflächig Teile der früheren Römerstadt Colonia Ulpia Traiana restauriert werden. Das war einst nach Köln und Trier die drittgrößte Stadt nördlich der Alpen. Danach hieß es, "Speisen wie Apicius". Das war ein Gourmet, der einst römische Kochrezepte verfasste. Zu diesem mehrgängigen Menü wurden die Gäste eigens in römische Gewänder gehüllt. Am letzten Reisetag ging es nach Münster, der Stadt des "Westfälischen Friedens". Vormittags wurden die Stadt und dort gezielt der Dom besucht. Am Nachmittag stand wieder germanische Lebensart im Vordergrund. In Greven-Pentrup, das 30 Kilometer nördlich von Münster liegt, besichtigten die Gäste den "Sachsenhof", eine 1200 Jahre alte Hofanlage. Der dortige Heimatverein hat in ehrenamtlicher Arbeit die Restaurierung dieses Objektes vorgenommen. Verschiedene Arbeitskreise beschäftigen sich mit den einstigen Lebensgewohnheiten, dem Ackerbau, dem Verhütten von Eisen, dem Bronzeguss sowie dem Herstellen von keramischen Gefäßen und von Textilien. Nach einer Kaffeepause auf der historischen Hofstelle ging es in die Heimat zurück. Alle Teilnehmer waren den Organisatoren dankbar für diese sehr aufschlussreiche und gesellige Reise in die Vergangenheit.



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