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Partnerkirchenkreis reist heute zurück nach Südafrika / Jugendliche überrascht von Toleranz

Hautfarbe egal - alle werden gleich behandelt

Rinteln (clb). Heute Abend um 19.05 Uhr startet der Flieger in Langenhagen, dann geht es für die Gäste des Partnerkirchenkreises Devhula- Lebowa zurück in die südafrikanische Heimat. Zu einem gemeinsamen Abschiedsgespräch hat sich die deutsch-afrikanische Runde gestern Nachmittag zusammengesetzt - jedoch nicht wieder im Rintelner Rathaus, sondern diesmal in der Superintendentur in der Schlingstraße.

veröffentlicht am 05.06.2008 um 00:00 Uhr

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Beeindruckt habe ihn, so schildert es Ennos Rannditsheni, Superintendent aus Devhula-Lebowa auf Englisch, der hervorragende Zustand der Kirchen.Überhaupt stammen die südafrikanischen Gotteshäuser - im Vergleich zu den deutschen - aus einer relativ jungen Zeit, die meisten seien Ende des 19. Jahrhunderts erbaut worden. Auch sei ihm aufgefallen, dass das gesamte Kirchenkonzept in Südafrika völlig anders gegliedert sei. So treffe sich zum Beispiel jeden Mittwoch eine Gruppe von Männern, um für bestimmte Dinge zu beten. Die gleichen Treffs gebe es auch für Frauen oder junge Erwachsene. Inzwischen gibt es in evangelischen Kirchen in Südafrika sogar immer mehr Frauen, die Pastorinnen werden - in Devhula-Lebowa seien es inzwischen sogar sechs, die diesen Beruf ausüben. Darüber hinaus gibt es sogar eine weibliche Superintendentin. Positivüberrascht war Fhatuwani Mutele, einer der beiden jugendlichen Teilnehmer, über die Herzlichkeit bei der ersten "Internationalen Jugendwohngemeinschaft" in Sievershausen, an dem Jugendliche aus Honduras, Nicaragua, Brasilien, Südafrika und Deutschland teilgenommen hatten: "Egal welche Hautfarbe man hatte, alle wurden gleich behandelt. Das hätte ich nicht erwartet", erzählt er. Gemeinsam wurde im Antikriegshaus gesungen und diskutiert - vor allem über Globalisierung und Klimaschutz. Auch Superintendent Andreas Kühne-Glaser ist sehr zufrieden mit dem Verlauf des Aufenthaltes: "Nachdem wir im vergangenen Jahr einige Kommunikationsschwierigkeiten hatten und gar nicht wussten, ob der Austausch überhaupt zustande kommt, sind wir jetzt wieder auf dem besten Weg nach vorn." Aufgefallen sei ihm vor allem, dass die südafrikanischen Gäste immer sehr interessiert an dem jeweiligen Tagesprogramm gewesen wären und sich optimal vorbereitet hätten. "Es ist unendlich belebend, wenn zwei so unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen und sich austauschen", erklärt er. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben sich dann alle zum Gruppenbild auf dem Balkon versammelt. Und als Dankeschön haben die Südafrikaner dem Superintendenten ein bemaltes Leinentuch überreicht.



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