weather-image
18°
×

Heimischer SPD-Landtagskandidat gemeinsam mit Landes-Vize Olaf Lies zu Besuch bei Unternehmen in Helpsen

Hautau-Chefs bremsen Becker aus

Helpsen (jcp). Gemeinsam haben der heimische SPD-Landtagskandidat Karsten Becker und der stellvertretende Landesvorsitzende der niedersächsischen Sozialdemokraten, Olaf Lies, die Firma Hautau in Helpsen besucht. Geschäftsführer Klaus-Dieter Vehling und Prokurist Martin Beißner nutzten die Gelegenheit, den Politikern die Sorgen eines mittelständischen Unternehmens aufzuzeigen – und bremsten Beckers Enthusiasmus aus, als der ansetzte, das Loblied auf die der Region verbundenen „kleinen“ Betriebe zu singen.

veröffentlicht am 17.12.2012 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 17.12.2012 um 19:01 Uhr

Vor dem Hintergrund der geplanten 200 Entlassungen bei Faurecia stellte Becker das Verantwortungsbewusstsein lokaler Unternehmer als Gegenpol zur Geschäftsmoral international operierender Konzerne heraus. „Außerdem wissen wir von Weggegangenen, dass sie häufig mit der Arbeitsqualität am neuen Standort nicht zufrieden sind“, sagte Becker. Es sei der Einsatz der qualifizierten Mitarbeiter, der für den Landkreis Schaumburg als Betriebsstandort spräche.

Zunächst einmal, entgegnete Geschäftsführer Vehling, habe Hautau selbst eine „verlängerte Werkbank“ in Tschechien, wenngleich dort auch nur „drei bis fünf Leute“ arbeiteten. Insgesamt beschäftigt Hautau rund 300 Mitarbeiter. „Und mit Bezug auf den Einsatz und die Qualifikation der Leute wäre ich vorsichtig“, ergänzte Prokurist Beißner. Gerade in Osteuropa sei eine Generation „gieriger und hungriger junger Leute“ herangewachsen, die mit Macht danach strebten, ihren Lebensstandard dem des Westens anzugleichen.

Einziger Standortvorteil in Helpsen seien für Hautau inzwischen „treue und qualitativ gute Mitarbeiter“. Ansonsten gerate auch der Beschlaghersteller in zusehendem Maße unter erheblichen Preisdruck, betonte Beißner. Hautau behaupte sich am Markt, weil die „hochwertigen Fensterbeschläge“ des Unternehmens nicht mit dem Massenmarkt konkurrieren. „Wir bedienen eine Nische“, sagte Beißner. „Und in der Nische sind wir die Besten.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Anzeige