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TSV Bisperode feiert Einweihung des Vereinshauses und stellt das Kommunikationszentrum für Jugend und Sport im ehemaligen Fahrradkeller vor

Hausmeisterhaus von Grund auf renoviert

Bisperode. TSV-Vereinsmitglieder und Gäste haben das neue Vereinshaus, das renovierte und umfunktionierte ehemalige Hausmeisterhaus der Grundschule, offiziell eröffnet. Es dient dem TSV Bisperode jetzt als Versammlungsstätte und Geschäftsstelle. Als Mieter der Räume war auch der Shanty-Chor Bisperode bei der Feier anwesend.

veröffentlicht am 13.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 17:16 Uhr

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Bei dieser Gelegenheit wurde abschließend auch das „Kommunikationszentrum für Ju-gend und Sport“ vorgestellt, das vom TSV und der Jugendpflege schon seit geraumer Zeit genutzt wird. Es befindet sich nicht im Vereinshaus, sondern mit Eingang zwischen KiTa und Grundschule im dazu ausgebauten ehemaligen Fahrradkeller.

Bei der Feier anlässlich des 100-jährigen Jubiläums reiften vor vier Jahren viele Ideen, mit neuen Initiativen die Zukunft des Vereins zu gestalten. Es entstand ein Plan mit drei Schwerpunkten: ein Mini-Spielfeld nach den Vorgaben des DFB zu bauen, ein „Kommunikationszentrum für Jugend und Sport“ (KJS) einzurichten und ein Vereinshaus mit Geschäftsstelle zu errichten.

Beim Minispielfeld hatte insbesondere die Förderung durch den LSB und die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung den Ausschlag zum Bau im Jahr 2011 gegeben. Beim KJS war es der Flecken Coppenbrügge, der mit EU-Zuschüssen die Weichen zur Realisierung in den Jahren 2012/13 gestellt hat. Und nun hat der TSV seit 2014 endlich auch ein Vereinshaus, weil das ehemalige Hausmeisterhaus nicht mehr als KiTa dienen durfte und eigentlich abgerissen werden sollte.

Vereinsvorsitzender Andreas Elsner zeigte sich zufrieden: „Um mit Worten des Sports zu sprechen, ein vierjähriger ,Triathlon‘, der es in sich hatte und der den Verantwortlichen alles abverlangt hat. Wir haben es geschafft, alle drei Projekte zu verwirklichen. Unsere ehemals großen Pläne zum Bau einer neuen Turnhalle mit Vereinsheim hatten wir ja schon längst aus vielfältigen Gründen begraben müssen. Insofern haben uns Glück und Verstand zu dem Entschluss gebracht, das ehemalige Hausmeisterhaus zu dem zu machen, was es nun ist. Dass das Gebäude nicht ohne Grund so günstig zum symbolischen Preis von 1,11 Euro überlassen wurde, war klar. Es gab wirklich viel zu tun und die Tücken lagen im Detail.“

Zunächst galt es, Dach, Außenfassaden, Fenster, Innenleben, Anstriche, Ausstattung und Außenanlagen der neuen Nutzung anzupassen – also das Haus von Grund auf zu renovieren – möglichst in Eigenleistung. Bisher mussten rund 7000 Euro aufgebracht werden. Zuschüsse haben insbesondere der Landessportbund und der Landkreis gegeben. Die Installierung der Wärmedämmung und Fugenerneuerung beanspruchten die meiste Zeit. Letztere stellte sich mit über 900 Metern als ätzende nicht enden wollende „Strafarbeit“ heraus. Elsner äußerte sich erleichtert: „Spaß hatte ich bei den Außenarbeiten allerdings auch – mindestens 1000-mal ,Hallo‘, 1000-mal ,was machst Du da?‘ und mehrfach wurde ich zum Opa ernannt von den äußerst interessierten Freunden hinterm Zaun des Kindergartens. Mit Freude kann ich berichten, dass mit insgesamt 36 Helfern in weit über 600 Arbeitsstunden der jetzige Zustand erreicht wurde – keiner hat mich im Stich gelassen.“

Besonders lobend hob der Vorsitzende seine beiden Stellvertreter Karl-Heinz Adolph und Peter Schröer sowie Detlev Springer und Fritz Schramm als Helfer hervor. Hauptkassierer Reiner Pötkow hat kräftig im Hintergrund mitgewirkt. Und als Schatz, so Elsner, habe sich Hauptamtsleiterin Andrea Wegener bei der Abwicklung der Rechtsgeschäfte erwiesen. Auch Hausmeister Norbert Grell sei hilfreich und geduldig gewesen.

Bei allen beteiligten Helferinnen und Helfern bedankte sich der Vorsitzende herzlich. Anke Schnüll und Gaby Grams überreichten eine von den Kindergartenkindern in den Vereinsfarben gefertigte Collage – sie wird einen Ehrenplatz im neuen Vereinsheim erhalten.

Fleckenbürgermeister Ulrich Peschka und Ortsbürgermeister Andreas Voß sowie der Vertreter der Sparkasse Weserbergland, Herr Weihs, lobten das Engagement des Vereins und stärkten die Vereinskasse zu diesem Anlass mit „Flachgeschenken“. Vorsitzender Manfred Sohns bedankte sich für den Shanty-Chor beim TSV und speziell bei den Chormitgliedern, die ihm bei der Einrichtung der „Shanty-Stube“ geholfen haben.

Nachdem das neue Vereinsschild enthüllt war, nutzten die Besucher die Gelegenheit, das Haus sowie das Kommunikationszentrum Jugend und Sport zu inspizieren. Für Erklärungen standen die Vereinsvertreter zur Verfügung und in geselliger Runde wurde geplauscht. Beide Vereine sind glücklich, das neue Domizil nun nutzen zu können.

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