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Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Lüdersfeld sieht große Veränderungen im ländlichen Raum

Hauptamt statt Ehrenamt?

Lüdersfeld. Die Freiwillige Feuerwehr Lüdersfeld hat ihre Aufgaben gemacht und im vergangenen Jahr die Daten für den Feuerwehrbedarfsplan der Samtgemeinde Lindhorst zusammengestellt. „Wir sind auch schon gespannt“, sagt Lüdersfelds Ortsbrandmeister Thomas Schwabe, „auf die zu erwartenden Ergebnisse der externen Analyse.“

veröffentlicht am 08.01.2015 um 15:31 Uhr
aktualisiert am 08.01.2015 um 21:53 Uhr

Bei der Jahresversammlung der Lüdersfelder Feuerwehr hatte Schwabe den Mitgliedern einen Blick auf die Situation der Feuerwehren im ländlichen Raum sowie der Ortswehr gegeben. Grundlegende Veränderungen betreffen laut Schwabe die Feuerwehren. So sei das Interesse am Ehrenamt „stark gesunken“. Die Arbeitsplätze der Aktiven befinden sich außerhalb der Gemeinde, was die Einsatzfähigkeit mindere.

Schwabe listet die Schwierigkeiten auf: Geringer werdende Personal-, vor allem Tagesverfügbarkeit, die demografische Entwicklung und die Mittelknappheit. Dennoch sei Stand 2014 die Aufgabenerfüllung der Feuerwehr noch nicht gefährdet. Die Feuerwehren im ländlichen Raum haben nach Ansicht Schwabes dann eine Zukunft, „wenn sie sich dem Transformationsprozess stellen“, sich bei dem Wandlungsprozess einbringen und ihn aktiv mitgestalten. Dennoch werden nach seiner persönlichen Einschätzung in Zukunft „Freiwillige Feuerwehren aus Personalmangel leider aufhören zu existieren“.

Der Transformationsprozess müsse im Einvernehmen mit Feuerwehrbasis, Verwaltung und Politik gestaltet werden. Dort sieht Schwabe auch die Gefahr des Feuerwehrbedarfsplans. „Der beste Plan nützt nichts, wenn die Kameraden an der Basis nicht mitziehen“, ist Schwabes Befürchtung. Er schlägt zur Abhilfe der Personalprobleme sogar vor, beispielsweise das hauptberufliche Element in den Freiwilligen Feuerwehren auszubauen. So könne das Ehrenamt entlastet werden. Beispielsweise gelte das für Gerätewarte, die den Materialtransport zur Feuerwehrtechnischen Zentrale organisieren. Für diese Dienste können die Ehrenamtlichen nämlich nicht ihren Arbeitsplatz verlassen, da sie nur im Alarmfall freigestellt würden. Auch für die Führungsposten sieht Schwabe die Bewerberzahlen schwinden, ein Ausweg könne auch da die Hauptamtlichkeit sein. bab



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