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Halbzeit in Lauenauer Eissporthalle / Saison endet am 24. Februar

"Hatten keine Leihschuhe mehr"

Lauenau (nah). Die Lauenauer Eissporthalle hat in ihrer vierten Saison bislang fast 25 000 Besucher angelockt. Kurz nach der Halbzeit der rund hundert Betriebstage zeigt sich der Vorsitzende des "Eishallenvereins" in der "Lauenauer Runde", Heyno Garbe, "sehr zufrieden". Es gab mehr Gäste im Vergleich zum Vorjahr und eine Umsatzsteigerung von fünf Prozent bei den verkauften Eintrittskarten. Dagegen seien die Aufwendungen für Energie trotz der um 50 Prozent vergrößerten Fläche kaum gestiegen.

veröffentlicht am 16.01.2008 um 00:00 Uhr

Etwas mehr "Luft" haben Besucher an Werktagen auf der Lauenauer

Noch mehr Zahlen steuerte Vorstandsmitglied Günter Krzon bei. Der Tagesrekord sei am letzten Sonntag im alten Jahr mit 970 Personen aufgestellt worden: "Wir hatten keine Leihschuhe mehr. Das ist uns noch nie passiert." Dabei stehen ständig 280 Paare in den Regalen. Prompt hat die "Runde" gehandelt und den Bestand aufgestockt. Insgesamt sindin diesem Winter die Kufen- und Gleitschuhe bislang fast 8750 Mal ausgegeben worden. Krzon wundert sich: Obwohl immer mehr Besucher mit eigener Fußkleidung das Kassenhäuschen passieren, steigt die Zahl der Ausleihungen noch an. "Wir erschließen uns offenbar neue Publikumskreise." Garbe grenzt den Einzugsbereich bis zur Wedemark, mit dem Raum Hildesheim und dem Gebiet um Hameln ein. Wintersportfreunde nehmen die Anreise vor allem wegen der witterungsunabhängigen Gegebenheiten unter festem Hallendach auf. Hinzu kommen die günstigen Eintrittspreise und die gute Parkplatzsituation: Trotz großer Veranstaltungen in der unmittelbar benachbarten "Victoria-Arena" sei es "noch nie zu Engpässen gekommen", hat Garbe beobachtet. Dass der örtliche Sportverein im Januar an jedem Wochenende aufwendige Jugend-Fußballturniere organisiert, stößt bei ihm auf Sympathie: "Das fördert uns gegenseitig." Soll heißen: Wenn Eltern ihren Kickernachwuchs in der "Arena" abliefern, schauen sie später noch in der Eishalle vorbei - oder ziehen gleich die Schlittschuhe an. Garbe und Krzon betonen, dass die deutlich vergrößerte Eisfläche die Situation bei großem Andrang zumindest etwas entspannt hat: "Aber an Wochenenden und in den Ferien ist es immer noch sehr voll." Für den Statistiker gilt ein Besucheraufkommen von mehr als 800 Personen zu den Spitzenwerten. Allerdings wird sich das bis zum Saisonende wohl nicht mehr oft wiederholen. Schon das Ende der Weihnachtsferien machte sich schlagartig bemerkbar: "Für die letzten Arbeiten vor den Zeugnissen muss offenbar viel gelernt werden", begründet Krzon das Ausbleiben vor allem junger Gäste. Dafür ist an Werktagen wieder mehr Platz für das Eisstockschießen. Soeben hat ein erstes Turnier für örtliche Mannschaften begonnen. Mehr als 20 Gruppen bewerben sich um den Start beim Finale im Februar. In den letzten Wochen hatten bereits 35 Freundeskreise oder Betriebsangehörige die in norddeutschen Breiten noch fremde Sportart ausprobieren wollen. Außerdem nennt die Statistik bislang 45 Kindergeburtstage und über 50 Schulklassen oder Jugendgruppen, die gemeinsam zum Eislaufen nach Lauenau gekommen sind. Für die kommenden Wochen liegen bereits weitere Anmeldungen vor. Das Schlittschuhvergnügen ist noch bis zum 24. Februar möglich. Dann setzt traditionell ein "Eisverbrennen" den Schlusspunkt. Es gibt allerdings auch schon eine Handvoll Jugendlicher, die diesem Ereignis entgegenfiebern. Die Lauenauer "Cool Kids" trainieren nämlich schon für ihren nächsten Auftritt unter der Leitung von Maren Lambrecht - an jedem Sonnabendmorgen in den Stunden vor Hallenöffnung. Da ist dann Platz genug...

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