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Weg zum Grab um 600 Meter kürzer / Vier Ortsvorsteher fordern Antrag der Verwaltung

Hat die EU Geld für eine Friedhofskapelle?

Hattendorf (rnk). Verhaltener Optimismus in der Auetaler Politik: Kommtüber das "Leader"-Programm der EU die Friedhofskapelle auf dem Hattendorfer Friedhof? Sowohl Andreas Watermann (SPD) als auch Friedrich Gärling (CDU) bezeichneten die Chancen übereinstimmend als "gar nicht schlecht".

veröffentlicht am 28.12.2007 um 00:00 Uhr

Vorbild Exten: Eine Friedhofskapelle dieser Größe stellt sich Ha

Damit könnte ein politischer Dauerbrenner Realität werden, der seit dem Zusammenschluss der Ortsteile zur Gemeinde immer wieder in der Diskussion auftauchte - und immer wieder als zu teuer verworfen wurde. Hans-Jürgen Bethge (SPD) kann sich daran gut erinnern. Und interpretiert diese Zahlen so: "Wenn man etwas nicht möchte, haut man halt die entsprechenden Zahlen raus." Eine halbe Million (damals noch D-Mark), sogar 600 000 Mark - Zahlen, die damals schnell verhinderten, dass entsprechende Planungen aufgenommen wurden. Im Januar wird sich ein Arbeitskreis bilden, der sich um die Wünsche der Ortsvorsteher aus Escher, Hattendorf, Raden und Antendorf kümmern will, die im Rahmen von "Leader" bei der Entwicklung des dörflichen Lebens gefördert werden könnten. Und dazu gehört auch die Friedhofskapelle, sagt Bethge: "Da liegt mir viel dran." Dabei legt der Antendorfer durchaus Wert darauf, dass er trotz dieses Wunsches Realist ist: "Wir wollen keinen Prachtbau, sondern eine zweckmäßige Kapelle." Bethge verweist auf Rintelns Ortsteil Exten: So könnte er sich das auch für Hattendorf vorstellen. In einem Brief an Bürgermeister Thomas Priemer haben die vier Ortsvorsteher nochmals auf die Notwendigkeit einer Friedhofskapelle hingewiesen. Der Weg von der Trauerfeier, die jetzt in der Kirche stattfindet, zum Grab würde sich um 600 Meter verkürzen, heute seien ältere oder schwerbehinderte Menschen von der Beisetzung ausgeschlossen. Zudem würden Friedhofsbesucher bei Regen Schutz finden, auch eine Toilettennutzung wäre möglich. Zum Versorgungsbereich des Friedhofs gehören nach den Worten der Ortsvorsteher 1200 Einwohner. Das restliche Auetal sei mit acht Friedhofskapellen versorgt. "Dies ist ein quantitativer Mangel in den vier Ortsteilen." Daher sollten die Fördermöglichkeiten mit EU-Mitteln aus dem Programm "Leader" zur Stärkung des ländlichen Raumes von der Verwaltung ausgelotet und ein entsprechender Antrag gestellt werden. Die Stärkung des ländlichen Raums würde auch in einem anderen Punkt greifen, verweisen die vier Ortsvorsteher auf einen Nebeneffekt: Engagierte Bürger könnten sich bei der Planung und Durchführung mit ihrer Arbeitsleistung einbringen, von einigen Bürgern sei sogar eine Spendensammlung angeregt worden. Auf diese Weise könnte das bürgerschaftliche Engagement eine Stärkung erfahren - ortsübergreifend.



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