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Die Abiturienten der Elisabeth-Selbert-Schule feiern sich mit „Hakuna Matabi“

„Haste Abi, haste keine Probleme“

Hameln. „Hakuna Matabi“ – das war in diesem Jahr das Motto des Abiturjahrgangs der Elisabeth-Selbert-Schule (ESS), abgewandelt nach dem Motto „Hakuna Matata“ (frei übersetzt: keine Probleme) aus dem Musical „König der Löwen“, von ESS-Schulleiterin Gisela Grimme noch freier interpretiert als „haste Abi, haste keine Probleme“. Immerhin, die Abi-Probleme liegen jetzt hinter den 86 Absolventinnen und Absolventen, von denen sechs es geschafft haben, mit einer Eins vor dem Komma die allgemeine Hochschulreife attestiert zu bekommen. Mehr Einser-Abiturienten habe es an der ESS noch nie gegeben, betonte Grimme, wofür sie dem Kollegium der Oberstufe ihren ausdrücklichen Dank aussprach.

veröffentlicht am 16.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 21.01.2020 um 18:37 Uhr

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„Mit viel Ausdauer, Anstrengung und Durchhaltevermögen, gepaart mit dem Quäntchen Glück, haben Sie Ihr Ziel, das Abitur, erreicht“, erklärte Grimme in ihrer Abschiedsrede im Alten Hallenbad. „Diese Eigenschaften werden Sie aber auch in Zukunft benötigen, um Ihre Ziele zu erreichen, denn ohne Sorgen und Anstrengungen werden Sie nicht durchs Leben kommen.“ Und die Abgänger der ESS müssten auch lernen, Krisen zu bewältigen, „denn diese werden ebenfalls zu Ihrem Leben gehören, so wie die Freude, das Feiern und die Lebenslust“.

Und was war der Sinn der ganzen Arbeit, der langen Klausuren und der mündlichen Prüfungen? Frei nach Goethe attestierten die Lehrer der ESS ihren Abiturienten: „Sie sind nun klüger als zuvor und werden auch nicht auf Verführer wie Mephisto hereinfallen.“ Das zumindest hofften die Lehrkräfte und würzten ihre Abschiedsrede mit vielen originellen Zitaten von Goethe, Gauß, Eichendorff, Xavier Naidoo, Christian Kracht und Marie Ebner-Eschenbach. Ihren jetzt ehemaligen Schülern gaben sie mit auf den Weg: „Sie können, dürfen, müssen jetzt einen neuen Anfang wagen.“ Die Identitätsfindung dabei sei nie abgeschlossen. „Das ist ein lebenslanger Prozess, ein Weg, der kein leichter sein wird.“

Die beiden Schülervertreter Marina Jochim und Frederick Gleiss formulierten ihren Dank an die Schule teilweise in lyrisch anmutenden Reimen und wirklich originellen Aussagen. So beherrschten sie jetzt „dank des Ersten Hilfe Kurses zum Beispiel die Kunst, andere um den Finger zu wickeln“. Zwar sei ihnen der „american dream“ erklärt worden, „doch wir zieh’n es vor, unsere eigenen Träume zu leben – so isses eben“. Dass trotz guter Zensuren bei den Klausuren, dennoch „immer wieder etwas in die Hose ging“, scheint nicht weiter schlimm gewesen zu sein. Denn „ein Zeichen dafür, dass zur Pflicht auch immer gehört die Kür, ist, dass es uns trotzdem gelang, wir wurden nicht bang und gaben alles: Denn eines wollen wir mal klarstellen, und das sagen wir, so wie es ist: Wir haben das Abi nicht gekocht, sondern hart dafür gearbeitet, denn haste Abi – biste König“.

Für den Schulträger, den Landkreis Hameln-Pyrmont, war Landrat Tjark Bartels selbst gekommen. Für ihn sei dies ein besonderer Tag, betonte der Landrat, denn er könne erst jetzt den Stolz der Eltern auf ihre Kinder nachempfinden, weil er erst vor einigen Tagen selbst erlebt habe, wie seinem ältesten Sohn das Abiturzeugnis ausgehändigt worden sei. Seine Empfehlung für die Absolventen: „Hört nicht auf die Ratschläge anderer, sondern bleibt vor allem bei Euch selbst.“

Den musikalischen Rahmen lieferte Julian Scarcella mit Eigenkompositionen an der E-Gitarre.



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