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Bückeburger Bach-Orchester und mehrere Solisten sorgen für klanglichen Glanz im Mausoleum

Harmonisches Miteinander bei Matinee Nr. 12

Bückeburg. Besondere Ereignisse wie der 275. Geburtstag des Johann Christoph Friedrich Bach erfordern besondere Beachtung. Daran hielten sich Friedrich-Wilhelm Tebbe und dessen Bückeburger Bach-Orchester, denn sie widmeten dem Jubilar bei ihrer 12. Mausoleums-Matinee gleich den Beginn ihres reizvollen Konzertes, das gleichzeitig Appetit machen sollte auf die gerade erschienene CD "Eine kleine Nachtmusik für und von Wolfgang Amadeus Mozart".

veröffentlicht am 05.06.2007 um 00:00 Uhr

Das Bückeburger Bach-Orchester unter Leitung von Friedrich-Wilhe

Autor:

Dietlind Beinßen

In harmonischem Miteinander verliehen die Instrumentalisten dem gefühlsstarken Andante cantabile aus der "Sinfonie D-Dur", WI Nr. 5, des Bückeburger Bachs so ausdrucksvoll Gewicht, dass die Anwesenden gern mehr davon gehört hätten. Dafür war aber "Papa Bachs" berühmtes Konzert in d-Moll, BWV 1043, für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo, trotz des starken Nachhalls ein länger währender Genuss. Der Dirigent ließ das dichte Kompositionsgewebe der drei kunstvoll gestalteten Sätze durchsichtig werden und arbeitete die mannigfachen Höhepunkte ansprechend heraus. Gleichwohl gelang es Yukari Aotani und David-F. Tebbe - zwei hoch begabten Nachwuchsviolinisten - durch vollen, warmen Ton sowie die Nuanciertheit ihres aufeinander abgestimmten sanglichen Dialogs, sehr angenehm auf sich aufmerksam zu machen. Ein "Schmankerl" konnte das Auditorium danach erleben, nämlich das der besonderen Akustik entgegen kommende "Andantino" aus Mozarts Konzert für Flöte und Harfe, C-Dur. Altmeister Peter Martin führte mit seiner Flöte das musikalische Geschehen aus der Enge der Konvention in das freie Feld phantasievoller Artikulation. Auch Harfenist Winfried Hummel brachte seinen spielfreudigen Part behende zum Klingen. Das Miteinander der Solisten wurde durch die Begleitung noch verschönert. Dem langen Beifall folgten zwei Raritäten als Extrabeiträge: ein von David-F. Tebbe, Winfried Hummel und dem Bückeburger Bach-Orchester farbenreich zelebriertes entzückendes Schlummerliedchen vom einstigen Hofkapellmeister Richard Sahla und das von Angela Klöhn auf der Harfe mit feinsten Zwischentönen und Phrasierungskünsten entwickelte "In the night".

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