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Beinhart: Das Buchholzer "Nein zum Qualm" gilt auch für die Boulebahn - es sei denn, es ist Turnier

"Hardliner" setzen rauchfreie Spielplätze durch

Buchholz (tw). Die "Hardliner" haben sich im Rat durchgesetzt. Soll heißen: In Buchholz ist das Rauchen auf den Spielplätzen künftig strikt verboten; das "Nein zum Qualm" gilt auch für die Boulebahn. Damit hat die Gemeinde den auf der jüngsten Konferenz der Bürgermeister beschlossenen "Eilser Schulterschluss" durchbrochen. Wie kürzlich berichtet, hatten sich die Chefs der Ortsparlamente darauf verständigt, Erwachsenen das Quarzen auf den Spielplätzen in der Samtgemeinde weiterhin zu gestatten - dort aber künftig Aschenbecher aufzustellen.

veröffentlicht am 21.09.2007 um 00:00 Uhr

Das Generalverbot erließen die Buchholzer unter Vorsitz von Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) auf ihrer Zusammenkunft im Gemeinschaftsraum Dienstagabend einstimmig. In seinem Beschlussvorschlag hatte Krause den Schulterschluss zunächst noch mitgetragen und formuliert: "Auf den Spielplätzen werden neue Papierkörbe mit Zusatzbehältern für die Entsorgung der Raucherutensilien aufgestellt. Zusätzlich wird auf den Papierkörben ein Schild mit der Aufschrift: ,Mit Rücksicht auf die Kinder sollte auf das Rauchen verzichtet werden' angebracht." Dass dieser Passus gestrichen und besagtes Generalverbot erlassen wurde, geht auf einen Anstoß der SPD-Fraktion zurück. Insbesondere Fraktionssprecher Klaus Kappmeier, aber auch Frank Rinne zeigten sich in dieser Frage nicht kompromissbereit. Allerdings rannten die Genossen mit ihrem Verbot beim Bürgermeister eine Tür ein, die ohnehin sperrangelweit offen stand. "Ich selbst war bei derBesprechung der Bürgermeister ein ,Hardliner', war für ein Rauchverbot auch auf Spielplätzen - aber das war nicht konsensfähig", erinnert Krause. Seine Ansicht: "Das Gesetz zum Schutze der Nichtraucher ist mit Blick auföffentliche Gebäude zu hart, mit Blick auf Spielplätze aber zu weich." Tatsächlich brechen für Raucher im Dorfgemeinschaftshaus qualmlose Zeiten an, denn: Das Quarzen ist jetzt nicht nur im Gemeinschaftsraum, sondern auch auf der Kegelbahn untersagt. Letzteres schmeckt den Genossen nicht: "Wenn Gemeinschaftsraum und Kegelbahn an geschlossene Gesellschaften vermietet werden, sollte dort jeder rauchen können, wie er will - wenn er will", befindet Kappmeier. "Geht per Gesetz nicht", hält der Bürgermeister dagegen. Die Gemeinde, die das Hausrecht ausübt, sei verpflichtet, auf striktes Einhalten der Verordnung zu achten - "sonst droht uns selbst Strafe." Dennoch hat der Rat den Rauchern noch eine Hintertür offen gelassen, die in diesem Fall die Vordertür ist, denn: Die letzte Zufluchtsstätte der "Schmöker" wird künftig unter dem Vordach des Eingangsbereiches liegen. Im Zuge der Neuanlage des Areals werden dort Sitzbänke aufgestellt - und ein Aschenbecher postiert. Bleibt nachzutragen: Am Ende wurden die "Hardliner" bei ihrer Zusammenkunft dann doch noch weich. Denn im Rat wird aktuell nochüberlegt, ob das auch für die Boulebahn bestehende Rauchverbot bei Sonderveranstaltungen wie Turnieren nicht aufgehoben werden sollte. Einhelliger Tenor: "Dann hängen wir einfach einen Sack über das Schild ..."



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