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Herausforderungen für die Einzelhändler im nächsten Jahr / Senioren als Zielgruppe werden wichtiger

Handel übt Kritik an Baustellen-Planung

Hameln (wul). Zum Krisenjahr und seinen Auswirkungen kein Wort, zu Umsätzen auch nicht, aber wer Holger Wellner zuhört, begreift, dass das nächste Jahr jede Menge Herausforderungen für den Einzelhandel mit sich bringt, vor allem für die Hamelner Geschäftsleute in der Innenstadt, wenn es an die Modernisierung der Fußgängerzone geht. Kein Jubiläumsjahr, kein Tag der Niedersachsen, der zwar nicht umsatzstark war, aber Publikum nach Hameln gezogen hat, stattdessen Baustellen vor der eigenen Haustür, so skizziert Wellner – Inhaber des gleichnamigen Modehauses und Sprecher des Einzelhandelsverbandes – das Jahr 2010.

veröffentlicht am 09.12.2009 um 11:31 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Wenn die Fußgängerzone im nächsten Jahr saniert wird, wünscht si

Hameln (wul). Zum Krisenjahr und seinen Auswirkungen kein Wort, zu Umsätzen auch nicht, aber wer Holger Wellner zuhört, begreift, dass das nächste Jahr jede Menge Herausforderungen für den Einzelhandel mit sich bringt, vor allem für die Hamelner Geschäftsleute in der Innenstadt, wenn es an die Modernisierung der Fußgängerzone geht. Kein Jubiläumsjahr, kein Tag der Niedersachsen, der zwar nicht umsatzstark war, aber Publikum nach Hameln gezogen hat, stattdessen Baustellen vor der eigenen Haustür, so skizziert Wellner – Inhaber des gleichnamigen Modehauses und Sprecher des Einzelhandelsverbandes – das Jahr 2010. Er kritisiert, dass schon jetzt die Chance vertan sei, gezielte Baustellen-Aktionen zu planen und zu starten, um Umsatzeinbußen abzufedern, mit denen die Geschäftstreibenden rechnen. Zumindest für das Weihnachtsgeschäft in einem Jahr „wünschen wir uns eine terminliche Abstimmung“, wendet sich Wellner Richtung Politik. Und auch „das Stadtmarketing“ ist gefragt.

Einen weiteren Wettbewerbsnachteil macht Wellner für die Hamelner Kollegen gegenüber anderen aus: In der Innenstadt sei kein Breitband-Internetanschluss vorhanden, was dazu führe, dass beispielsweise neue Trends wie Instore-TV übers Internet oder Fashion-TV nicht eingesetzt würden. Verwundert nahm Susanne Treptow von den Stadtwerken diese Äußerung zur Kenntnis. Der Energieversorger biete doch Produkte an, die schnelles Internet auch dort ermögliche, wo keine DSL-Kabel lägen, sagte sie gegenüber der Dewezet. Das Internet und neue Technologien macht Wellner als Trends aus, die den Einzelhandel künftig noch stärker beschäftigen werden. So würde Esprit beispielsweise 300 Millionen Euro Umsatz pro Jahr mit seinem Online-Shop machen – „die fehlen natürlich im stationären Handel“, zeigte Wellner beim Jahresabschlusstreffen des Einzelhandelsverbandes auf. Auch die Möglichkeit, mit dem Handy durch Läden zu gehen, schnell online Preise zu vergleichen und gegebenenfalls sogar online zu bestellen, beeinflusse das Geschäft.

Und auch der zunächst wenig greifbare demografische Wandel werde den Handel treffen, ist sich Wellner sicher: „Unsere Kunden werden immer älter. Junge Mode – davon gibt es immer weniger in der Zukunft“, stellte er in Aussicht. Größere Preisschilder auch in den Auslagen könnten nur eine Folge sein, um der alternden Bevölkerung Rechnung zu tragen. Zusammen mit den Kunden altern auch die Mitarbeiter, so dass man sich über Personalentwicklung künftig mehr Gedanken machen müsse, vor allem mit Blick auf die Auszubildenden. Insgesamt sei der demografische Wandel eine „sehr große Herausforderung“.



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