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Das Weihnachtsgeschäft lässt noch Wünsche offen

Hamelns Handel hofft auf den starken Endspurt

Hameln (kar). Schauen, ja – kaufen, nein? Volle Straßen, leere Tüten? Wie sieht’s aus mit dem Weihnachtsgeschäft im Wirtschaftskrisenjahr? Nicht so schlecht wie befürchtet, aber auch nicht so gut wie erhofft. „Die Erwartungen wurden bislang nicht erfüllt“, bilanziert Holger Wellner, Vorsitzender des heimischen Einzelhandels, „obwohl die Kundenfrequenz generell gut war.“ Der angepeilte Jahresumsatz von 7,3 Milliarden Euro im Einzelhandel sei aktuell um minus 1 bis minus 2 Prozent verfehlt worden, stellt Wellner fest.

veröffentlicht am 14.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

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Hameln (kar). Schauen, ja – kaufen, nein? Volle Straßen, leere Tüten? Wie sieht’s aus mit dem Weihnachtsgeschäft im Wirtschaftskrisenjahr? Nicht so schlecht wie befürchtet, aber auch nicht so gut wie erhofft. „Die Erwartungen wurden bislang nicht erfüllt“, bilanziert Holger Wellner, Vorsitzender des heimischen Einzelhandels, „obwohl die Kundenfrequenz generell gut war.“ Der angepeilte Jahresumsatz von 7,3 Milliarden Euro im Einzelhandel sei aktuell um minus 1 bis minus 2 Prozent verfehlt worden, stellt Wellner fest. Nicht erfüllt haben sich in Hameln die Erwartungen, die mit dem sonst so konsumstarken dritten Adventswochenende verbunden waren. Da unterscheidet sich die Rattenfängerstadt nicht von anderen Mittelzentren in Niedersachsen. Ganz anders sieht es in den Großstädten aus: Dort klingelten am dritten Adventssamstag die Kassen. „Wir reden gar nicht über eine Finanzkrise, weil das Weihnachtsgeschäft so gut läuft, als hätten wir keine“, freut sich der Geschäftsführer des Hamburger Einzelhandelsverbands, Ulf Kalkmann.

Das ist in Hameln anders, da hoffen die Händler nun auf einen starken Endspurt. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Weihnachtsgeschäft immer später losgeht“, sagt Wellner. Letztes Jahr habe der dritte Adventssamstag näher an den Festtagen gelegen. Jetzt könnte der vierte den ersehnten Umsatz bringen, ist Wellner zuversichtlich.

„Viele kaufen erst kurz vor dem Fest“, weiß auch Ute Söffker von der Werbegemeinschaft Einkaufsmeile Bahnhofstraße, wo sich das Kundenverhalten mit dem in der Innenstadt deckt: „Die ersten beiden Adventswochenenden waren gut, der dritte Samstag lief schlechter“, sagt Ute Söffker, die für sich „ein Patt zum Vorjahr“ bilanziert, das aber im Finanzkrisenjahr schon als Gewinn sieht. Das Kaufverhalten habe sich verändert, hat die Sprecherin der Werbegemeinschaft beobachtet: „Die Kunden achten verstärkt auf Qualität, hochwertige Waren werden bevorzugt, aber zum fairen Preis.“ Und: „Der Kunde will kompetent beraten werden“, sagt Ute Söffker. Mehr als je zuvor müsse der Verkäufer Informationen zu den Waren bereithalten: „Nichts ist im Moment schlimmer, als dem Kunden nicht Rede und Antwort stehen zu können.“

Nicht klagen kann Peter Wefer von der Werbegemeinschaft Multimarkt: „Alle Samstage sind gut gelaufen. Der gesamte Multimarkt hat ein Umsatzplus gemacht. Wir haben viel Werbung gemacht. Der Parkplatz war immer voll“, ist Wefer zufrieden.

Ganz oben auf der Wunschliste der Hamelner Kunden stehen Parfümerie-Artikel und – genau wie im Bundestrend – Spielwaren. Klassisches Spielzeug wie Puppen, Teddys oder Eisenbahnen ebenso wie Spielkonsolen und Elektronikspiele. Aber auch Flachbildschirme und digitale Spiegelreflex-Kameras sind beim Media-Markt in der Böcklerstraße ein Renner, „weil sie einen hohen Freizeitwert haben“, heißt es.

In der Bekleidungsbranche ist dagegen witterungsbedingt bislang weniger als im Vorjahr umgesetzt worden. Für Mäntel, dicke Jacken und andere Winterware fehlte bislang die kaufanimierende knackige Kälte. Das aber könnte sich jetzt ändern.

Duft und Teddy kommen in die Tüte: Parfümerie-Artikel und Spielwaren laufen bislang im Hamelner Weihnachtsgeschäft am besten.

Foto: Dana



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