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In letzter Sekunde: Salamander bleibt in Hameln / Am Leerstand bewegt sich offenbar einiges

Hamelner haben noch Vertrauen zu „Lurchi“

Hameln (CK). „Lurchi“ kennen viele Hamelner, auch ältere, noch aus ihrer Kindheit. Denn „Lurchi“ war eine Comicfigur, die vor 50 Jahren und mehr in einem Kinderheft für die Schuhe der Marke Salamander warb. Doch dem entsprechenden Fachgeschäft in der Bäckerstraße drohte nach Jahrzehnten das Aus, der Räumungsverkauf begann am 27. Dezember letzten Jahres. Gestern dann überraschend die gute Nachricht: Salamander bleibt in Hameln!

veröffentlicht am 20.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

„Wir haben uns mit dem Vermieter geeinigt und den Vertrag, der eigentlich zum 27. Februar ausgelaufen wäre, verlängert“, freut sich Regionalverkaufsleiter André Meiertokrax. Besagter Vermieter, so sagt der Vertreter von Salamander Deutschland GmbH, glaube an das über 105 Jahre alte Unternehmen. Und die Kunden, so ist er sicher, würden das auch künftig tun.

„Das ist super“, kommentiert Stadtmanager Stefan Schlichte den Ausgang zum Guten. Er ist froh, dass eine Einigung zwischen Mieter und Vermieter zustande gekommen und ein alteingesessenes Geschäft weiter in Hameln vertreten ist. „Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie unter den heutigen Rahmenbedingungen so etwas funktionieren kann“, sagt Schlichte. Ohnehin sieht der Hamelner Stadtmanager im Augenblick „sehr viel Bewegung“ auf dem Leerstandsmarkt. „Es gibt viele Gespräche, und zwar über Geschäfte in allen Größenordnungen und Bereichen, auch über solche in der Osterstraße. Das zeigt, dass wir hart am Thema dran sind.“

Was das Leerstandsmanagement insgesamt angeht, so hofft Schlichte, dass sich alle Beteiligten bewegen, also auch Mieter und Vermieter, besonders, was die Höhe des Mietspiegels angeht. „Hameln weckt mittlerweile auch das Interesse von ganz neuen Anbietern. Das beweist, dass wir ein attraktiver Standort sind“, sagt er.

Sorgenkind bleibt nach wie vor die ehemalige Hertie-Immobilie in der Osterstraße. Hier gibt es nach Auskunft von Schlichte zwar „laufende Gespräche“, bislang allerdings kein Ergebnis. Und das liegt nicht zuletzt am Eigentümer Dawnay Day, der mittlerweile selbst Insolvenz anmelden musste, und den vermutlich nach wie vor überhöhten Mietforderungen. „Wir hatten zwar potenzielle Investoren unterschiedlicher Couleur, eine Einigung ist derzeit aber nicht in Sicht“, bedauert der Stadtmanager.



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