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Politische Gespräche über aktuelle Probleme in Europa

Hamelner Europa-Union in Wien

Hameln. Den Kreisverband Hameln der Europa-Union führte seine diesjährige Studienreise nach Österreich. Eine Woche lang beschäftigte Reiseleiter Reinhard Burdinski die Hamelner Europäer mit Politik und Wirtschaft des Nachbarlandes Österreichs und Südosteuropas.

veröffentlicht am 30.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:21 Uhr

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In der deutschen Botschaft berichtete der Gesandte über neue kleine und große Unterschiede zwischen den Nachbarn. Ein gerade aus Bulgarien zurückgekehrter Botschaftsangehöriger erzählte ausführlich von den Bemühungen der Bulgaren, die europäischen Standards zu erfüllen. Behindert werden sie durch die immer noch vorhandenen alten Strukturen und Seilschaften aus kommunistischer Zeit.

Die Kultur- und Bildungsattachés der Botschaft Spaniens betonten, dass Kulturpolitik im Ausland eine Stärkung der europäischen Integration bewirken könne. Herausgehoben wurde die Notwendigkeit von Hilfe und Solidarität in der Finanzkrise. Die abwartende deutsche Politik und die starke Betonung der Stabilitätsaspekte beim Euro werden von einigen Vertretern im Ausland und den dortigen Bürgern als überzogen empfunden. Die Wiener Vertretung der EU-Kommission berichtete von ihren Aktivitäten. Diskutiert wurden Möglichkeiten einer effizienteren Kontrolle von Finanzinvestitionen mit EU-Beteiligungen.

Die Vertreter der Europa-Union aus Hameln forderten, es müsse sichergestellt werden, dass Gemeinschaftsgelder nur wirksam und zielgerichtet ausgegeben werden dürfen. Aber nicht nur die Ausführung einer Maßnahme, sondern auch deren Kontrolle liege bisher ausschließlich in den Händen der Nationalstaaten. Die EU-Kommission habe europaweit deutlich weniger Personal als beispielsweise die Stadt Wien und könne daher diese Prüfungs- und Überwachungsarbeiten nicht leisten, hieß es in der Wiener Vertretung der EU-Kommission.

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