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Beteiligung an Ausstellung des Paritätischen Jugendwerkes in der TUI AG in Hannover

Haltestelle lädt zum Perspektivwechsel ein

Hannover/Hameln. In der Hamelner „Haltestelle“ (Spätaussiedler und deutsche Rückwanderer e.V.) haben 20 Jugendliche unterschiedlicher Herkunft ein Kunstwerk aus Plastillinfiguren in drei Akten mit dem Titel „Integrieren statt ausgrenzen“ erstellt. Sie wurden dabei unterstützt von der pädagogischen Mitarbeiterin Tatjana Bartschke und der Künstlerin Natalia Ovodkova. In der ersten Szene des Kunstwerkes sitzen die Jugendlichen ausgegrenzt, vergessen und von einem Zaun eingesperrt auf der Straße. In der zweiten Szene stehen einige von ihnen auf und zerstören den Zaun. Es soll aufgerufen werden Diskriminierung nicht still zu erdulden, sondern gemeinsam aktiv zu werden und sich nicht spalten zu lassen. Im dritten Akt symbolisiert eine Hand die deutsche Gesellschaft und fängt die Jugendlichen auf.

veröffentlicht am 05.05.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:21 Uhr

Die Jugendgruppe aus Hameln von der „Haltestelle“gestalteten drei Szenen zum Thema „Integrieren statt ausgrenz

Mit diesem dreiteiligen Objekt beteiligen sich die Jugendlichen aus Afferde am „Perspektivwechsel“, der Ausstellung des Paritätischen Jugendwerks über Diskriminierungserfahrungen junger Menschen mit Migrationserfahrung. Sie wurde jetzt von der niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan in der TUI AG in Hannover eröffnet. Das Projekt startete im September 2010 und wird von der „Aktion Mensch“ finanziert.

Ziele des Projektes sind unter anderem die Unterstützung der Persönlichkeitsbildung der Projektteilnehmer, die Anerkennung ihrer kreativen Begabungen und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Lebenslage von jungen Migranten. „Ich finde das Projekt toll, weil die Jugendlichen hier selbst das Wort ergriffen haben“, sagte Ministerin Aygül Özkan, die auch die Schirmherrin von „Perspektivwechsel“ ist. „Die Vielfalt einer Gesellschaft bedeutet Bereicherung, das sieht man an dieser Ausstellung“, erklärte die Ministerin.

Dr. Peter Engelen, Mitglied des Vorstands der TUI AG, sagte, dass er gern erster Gastgeber der Wanderausstellung sei: „Auch wir sind jeden Tag in Kontakt mit unterschiedlichen Kulturen und Nationalitäten, auch wir kämpfen gegen Diskriminierung und für Toleranz und Anerkennung.“ Sebastian Böstel, Vorstand des paritätischen Verbandes Niedersachsen, lobte die 80 jungen Kunstschaffenden: „Es ist schon bemerkenswert, wie die Jugendlichen hier ihre Erfahrungen umgesetzt haben. Ich hoffe, dass die Ausstellung bei vielen Menschen dazu beiträgt, nachzudenken und umzudenken.“ „In der öffentlichen Debatte wird über junge Menschen mit Migrationsgeschichte oft ein Negativbild gezeichnet, ihre Kreativität und ihre Potenziale kaum erwähnt“, meint Bernd Göddertz, Vorstand des Paritätischen Jugendwerks, die Idee hinter der Ausstellung. Den Jugendlichen sollte ein Forum geboten werden, ihre Erfahrungen mit Diskriminierung und Ausgrenzung zu dokumentieren. Dies taten sie mit verschiedenen gestalterischen Mitteln: Unter den 20 Exponaten sind Bilder, Filme und Installationen ebenso zu finden wie Audiobeiträge und Objekte. Die Ausstellung „Perspektivwechsel“ wird in 15 Städten Niedersachsens zu sehen sein. Die Termine werden auf www.paritaetisches-jugendwerk.de, bekannt gegeben.



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