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Kasse und Lüftung werden ersetzt / 15 000 Euro weniger Energiekosten / Beckenboden marode?

Hallenbad wird für 340 000 Euro saniert

Bad Nenndorf (fox). Das Hallenbad an der Bahnhofstraße ist derzeit eine große Baustelle - zumindest Keller und Eingangsbereich. Noch bis zum 20. August sind Arbeiter um den Betriebsleiter Berndt Rodacker dabei, eine Lüftungsanlage auszutauschen. Zudem erhält das Bad eine neue Kassenanlage. Mit den Maßnahmen soll das Bad unter anderem in den Betriebkosten günstiger werden.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 11:27 Uhr

Der Keller des Nenndorfer Hallenbades ist eine Baustelle. Dort,

Kein Tröpfchen Wasser befindet sich mehr in den Becken des Nenndorfer Hallenbades, die sonst rund 1,3 Millionen Liter fassen. Der Landkreis als Träger des Bades nutzt den Einbau der neuen Systeme im Keller, um das Bad gleich auf Herz und Nieren zu überprüfen. Das wird offensichtlich nötig. Denn das Bad, Baujahr 1978, ist in die Jahre gekommen. Unter anderem haben Arbeiter Kernbohrungen in der Bodenplatte des Schwimmerbeckens vorgenommen. Die Bohrkerne - rund 20 Zentimeter im Durchmesser und 60 Zentimeter lang - geben Aufschluss über den Zustand des Beckenbodens. Dieser soll sich nach Angaben des Hochbauamtsleiters des Landkreises, Fritz Klebe, in den vergangenen Jahren um wenige Millimeter abgesenkt haben. Dies habe ein Austreten geringer Wassermengen im Keller verursacht - nun geht der Landkreis der Problematik auf den Grund. Mit dem Einsatz der neuen Lüftungsanlage geht der Kreis einen wichtigen Schritt. Die jährlichen Energiekosten von derzeit rund 75 000 Euro sollen um 20 Prozent gesenkt werden. "Wir haben hier mit umfangreichen Arbeiten im gesamten Gebäude zu tun", erklärte Schulamtsleiter Friedrich-Wilhelm Dehne. Die alte Technik sei nicht mehr zweckmäßig, anfällig und längst überholt. Deshalb investiert der Landkreis nach Arbeiten im Bereich der Umkleidekabinen im vergangenen Jahr rund 300 000 Euro in die neue Lüftungsanlage, wie Klebe mitteilte. Im kommenden Jahr folgen Arbeiten an der Hallendecke. Dazu müsse die gesamte Halle von innen eingerüstet werden, so Betriebsleiter Rodacker. Doch damit nicht genug. Auch die veraltete Technik der Kassenanlage wird erneuert. Wie Dehne erläuterte, ist das neue System in der Lage, statistische Werte zu sammeln. Beispielsweise könne der Kassencomputer anhand der gewählten Tarife eine Übersicht zur Altersstruktur der Badegäste liefern und unterschiedliche Badezeiten erfassen. Der Einbau eines neuen Drehkreuzes stelle dabei nur dieSpitze des Eisberges dar. Rund 40 000 Euro lässt sich der Kreis die Maßnahme kosten. Der Landkreis ist zwar Kostenträger der Maßnahme, bleibt jedoch nicht allein auf den Investitionen sitzen. Mit einer eigenen Kreisumlage für das Hallenbad gibt der Träger das Defizit aus dem Betriebskostenergebnis in Teilen an die Samtgemeinde Nenndorfweiter. Die jüngsten Investitionen fließen als Abschreibungen in dieses Ergebnis ein. Wie Samtgemeindekämmerer Frank Behrens erläuterte, ist diese Umlage für das Hallenbad in diesem Jahr mit 335 000 Euro im Haushalt eingeplant. Im Vorjahr lag dieser Posten bei 332 000 Euro. Eine Berechnung unter Einbeziehung der neuen Investitionen liegt Behrens bislang nicht vor.

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