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Das engt Trainingsmöglichkeiten ein / Sportjugend: Neuer Vorstand

Hallen nachmittags später frei

Obernkirchen (sig). Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und den Sportvereinen hat zugenommen und ist für beide Seiten nützlich, vor allem jedoch für die zu betreuenden Kinder und Jugendlichen. Im Landkreis gibt es vornehmlich Tennisclubs, die eine solche Kooperation vereinbart haben. Dass die Einführung des Ganztagsunterrichtes allerdings einige neue Probleme im Verhältnis Schule-Verein aufwirft, wurde bei der Vollversammlung der Sportjugend im Kreissportbund Schaumburg im Vereinsheim des SV Obernkirchen deutlich.

veröffentlicht am 16.02.2007 um 00:00 Uhr

Heiko Augustin

Der künftige hauptamtliche Bürgermeister der Bergstadt, Oliver Schäfer, wies darauf hin, dass es zunehmend Terminüberschneidungen gebe. Wenn früher die Vereine bereits mit dem Training des Nachwuchses begonnen haben, seien jetzt die Hallen noch von den Schulen belegt. Das führe zu erheblichen Problemen, die dringend besprochen werden müssten. Auf der anderen Seite steht aber auch fest, dass ausgebildete Jugend- undÜbungsleiter vermehrt in das Betreuungsangebot der Schulen am Nachmittag eingebunden werden. Auf diese Weise wächst deren Chance, die Schüler für die Mitarbeit in den Clubs zu gewinnen. Der Vorsitzende des Kreissportbundes (KSB), Dieter Fischer, informierte die Tagungsteilnehmer darüber, dass sich der KSB darum bemühe, mit den Kommunen über die erforderliche Infrastruktur zu sprechen. Der vorhandene Sportstättenkataster solle aktualisiert werden. Dabei geht es nicht nur um die Auslastung, sondern auch um die bauliche Substanz der Einrichtungen. Außerdem möchte man ermitteln, wo für die Sportvereine noch Zuwachsmöglichkeiten bestehen. Fischer kündigte an, der KSB wolle ein Schulsportforum ins Leben rufen, um ein offenes Betreuungsangebot für nachmittags zu schaffen. Erfreut waren die Zuhörer über die Nachricht des sportpolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Friedel Pörtner, dass es für ehrenamtlich Tätige (nicht nur für Übungsleiter) künftig einen höheren Steuerfreibetrag geben soll. Die Landesregierung bemühe sich in Berlin darum, ihn von 1848 auf 2100 anzuheben. Ehrenamtliche Funktionen von Jugendlichen sollte man grundsätzlich ins Zeugnis eintragen. Die Vorstandsmitglieder der Sportjugend berichtetenüber ihre Arbeit und die Vorhaben für 2007. Ein besonderes Gewicht soll weiterhin der internationale Jugendaustausch bekommen. In den vergangenen beiden Jahren standen Begegnungen mit der japanischen Sportjugend im Vordergrund. Der Versuch, Kontakt zu Amerika aufzubauen, ist leider gescheitert. Dafür bemüht man sich jetzt um China. Neben der Ausbildung von Jugendleitern mit je 50 Unterrichtseinheiten haben die Kurse für so genannte Sportassistenten ein besonderes Gewicht erhalten. Dafür liegen jetzt bereits wieder Anmeldungen von rund 20 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren vor. Im Vorjahr wurden 40 solcher "Sport-Assi" ausgebildet. Nach wie vor Sinn machen die Qualifix-Kurzlehrgänge. Zuletzt ginges um das Thema "Starke Jugend - starke Vereine". Dem jetzt für zwei Jahre gewählten Vorstand der Sportjugend gehören an: Jörg Eberding (Vorsitzender), Heiko Augustin (Gesellschafts- und Jugendpolitik), Philipp Neubauer (Innere Kommunikation), Natalie Mucha (Kinder- und Jugenderholung), Karsten Siekmeier (Lehrarbeit), Evi Augustin (Öffentlichkeitsarbeit) und Jorga Ahlborn (Sport).

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