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Bodenbau-Firma: "Verarbeiten keine gesundheitsgefährdenden Materialien"

Halle zu - weil neuer Schwingboden Kopfschmerzen verursachen soll

Rinteln (wm). Für 182 000 Euro hat der Landkreis Schaumburg den Schwingboden in der großen Halle der Kreissporthalle vor der Tribüne sanieren lassen. Seit Donnerstag letzter Woche ist die Halle geschlossen, denn Schüler und Lehrer, die dort turnten hatten über "Ausdünstungen" und "Chemikaliengeruch", Schüler über Kopfschmerzen geklagt.

veröffentlicht am 11.09.2007 um 00:00 Uhr

Seiltanz auf dem neuen Schwingboden - nach den Ferien war die Ha

Eltern, durch die Vorfälle mit chemiebelastetem Kinderspielzeug für das Thema ohnehin sensibilisiert, schlugen Alarm. Gymnasialleiter Reinhold Lüthen sagte alle Sportstunden in der Halle ab, verständige die Arbeitsgemeinschaften, die die Halle nutzen und informierte den Landkreis Schaumburg als Träger der Kreissporthalle. Der ließ erst einmal gründlich lüften. Ein Mitarbeiter des Bauamtes konnte dann bei seinem Besuch auch keinen stechenden Geruch mehr feststellen. Trotzdem wollte der Landkreis sicher gehen und ließ die Sporthalle geschlossen. Wie Klaus Heimann, Pressesprecher des Landkreises mitteilte, habe der Landkreis jetzt die Firma aufgefordert, Datenblätter über ihre Produkte zuzuschicken. Thomas Hinz, Firmenchef der Top-Sport GmbH in Rietberg, die den neuen flächenelastischen Sandwich-Sportboden verlegt hat, betonte gestern auf unsere Anfrage, sein Unternehmen habe keinerlei gesundheitsgefährdende Stoffe verarbeitet oder Material verlegt, das nicht für Innenräume geeignet sei. Er kann die besorgten Eltern verstehen, aber zur Sorge gebe es keinen Grund. Top-Sport arbeite mit diesen Materialen, einer PUR-Beschichtung und Gummigranulat seit 1996 - ohne Probleme. Die Materialen würden von einer BASF-Tochter in der Schweiz hergestellt und lägen bereits in vielen Hallen - ohne dass es Beschwerden gegeben habe oder gebe. Allein in diesem Jahr habe sein Unternehmen rund 20 000 Quadratmeter verbaut, zuletzt in Bielefeld. Hinz kann nachvollziehen, dass sensible Personen wohl einen Geruch wahr nehmen könnten, aber bei ausreichender Belüftung lege sich das in ein, zwei Tagen. Heimann sieht die Situationähnlich und geht davon aus, dass die Halle in der nächsten Woche wieder für den Sportunterricht frei gegeben werden kann.



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