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Flammen verwüsten Gebäude auf Tischlerei-Grundstück / Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

Halle brennt: Erneut Großfeuer in Buchholz

Buchholz (tw). Ein Großfeuer hat am Mittwochabend, 28. Februar, eine Halle auf dem Grundstück der früheren Zimmerei Hartmann an der Bückebergstraße 22 vernichtet. Die Polizei Bückeburg schätzt den Sachschaden auf 20 000 Euro. "Wir schließen derzeit weder einen Defekt der Technik, noch Fahrlässigkeit oder Vorsatz aus", erklärt Kriminalhauptkommissar Bernd Tünnermann. Für die Eilser Blauröcke war es nach der Brandstiftung in der Schlingmühle (wir berichteten) bereits der zweite Großbrand binnen zwei Wochen, bei dem alle vierOrtswehren im Einsatz waren.

veröffentlicht am 02.03.2007 um 00:00 Uhr

Unter Atemschutz bahnen sich insgesamt sechs Feuerwehr-Trupps be

"Als wir um 20.59 Uhrüber Digitale Meldeempfänger und Sirene alarmiert wurden, hieß das Einsatzstichwort zunächst: ,Brand im Spänebunker'", berichtet Einsatzleiter Andreas Mohr, der 44 Kameraden aufgeboten hatte. Um 21.06 Uhr waren die ersten Kräfte vor Ort. Das Bild, das sich ihnen bot, sah so aus: Aus dem Dach der Halle im hinteren Bereich des Grundstücks schlugen helle Flammen; der benachbarte Spänebunker indes brannte nicht. "Anwohner berichteten später, sie hätten mehrfach einen lauten Knall gehört", ergänzt Hartmut Krause. Der Samtgemeindebrandmeister: "Das waren wahrscheinlich die Eternitplatten der Dacheindeckung, die in die Luft flogen." Laut Tünnermann ist das Betriebsgelände untervermietet: zum einen an die Tischlerei Rösler, zum anderen an die Firma Sasse (Rinteln) sowie an einen örtlichen Landwirt. Der Pressesprecher der Polizei: "Das Feuer hat seinen Ausgang von einem Altholzstapel genommen, der in der von der Firma Sasse angemieteten Halle lagerte." Die Feuerwehr griff den Brandherd von zwei Seiten des Gebäudes, aber auch vom Dach her an. Im Einsatz waren ein B-Rohr und drei C-Rohre. "Sechs Trupps bahnten sich unter Atemschutz den Weg in die stark verqualmte Halle", sagt Mohr. Bei dem Feuer wurden sowohl das Dach als auch die Außenwand und die Elektrik schwer beschädigt. "Zum Glück", so der Einsatzleiter, "standen keine Maschinen in der Halle". Nachdem die Flammen gelöscht waren, reinigten die Männer die Halle mit einem Überdrucklüfter. Um 23.45 Uhr rückte das letzte Feuerwehrfahrzeug wieder ins Gerätehaus ein, war der Einsatz zu Ende. "Für die Eilser Wehren", erinnert Krause, "war es seit Anfang des Jahres bereits das 22. Mal, das sie gefordert wurden". Zwei Mal mussten sie zu Großbränden, einmal zu einem Mittelbrand und vier Mal zu Kleinbränden ausrücken; der "Rest" waren technische Hilfeleistungen. Übrigens: Die zahlreichen Alarmierungen im Zuge des Sturmtiefs Kyrill werden von den Blauröcken nur als ein einziger Einsatz gewertet.

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