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Die Neuen im Rat: Imke McGinty (SPD) kehrt nach Rehren zurück - und wird Ortsvorsteherin

Halbe Neubürgerin mit frischen Denkanstößen

Rehren (crs). Als Imke Söffker hat sie vor gut zwei Jahrzehnten ihren Heimatort Rehren in Richtung Hamburg verlassen, als Imke McGinty ist sie vor drei Jahren mit Mann und drei Kindern zurückgekehrt. Auf Anhieb ist die engagierte 41-Jährige bei der Kommunalwahl für die SPD in den Auetaler Gemeinderat eingezogen. Und als neue Ortsvorsteherin von Rehren tritt sie die Nachfolge von Marita Benito an.

veröffentlicht am 27.10.2006 um 00:00 Uhr

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In ihrer Biographie sieht Imke McGinty einen klaren Vorteil für ihre politische Arbeit. "Eigentlich bin ich Neubürgerin, aber mit der Ortskenntnis einer Alteingesessenen", sagt sie. Und glaubt, dass dieser Blick von außen wesentliche neue Impulse und Denkanstöße geben kann. So ist es ihr ein Anliegen, den Neubürgern den Start so leicht wie möglich zu machen, um durch rasche Integration auch die Dorfgemeinschaft zu stärken. Zum Beispiel durch einen Flyer mit Anlaufadressen von Vereinen und Institutionen: "Ich hab' mich damals selber um alles Mögliche kümmern müssen", erinnert sie sich. "So etwas vergessen Leute, die immer hier gelebt haben." Nach Stationen in Hamburg, wo die kaufmännische Angestellte in der Frachtabwicklung bei Delta Airlines arbeitete, und im schleswig-holsteinischen Brokstedt war es eher ein Zufall, dass die gebürtige Auetalerin nach Rehren zurückgekommen ist. Gesucht hatte sie mit ihrer Familie ein Baugebiet mit guter Anbindung nach Hannover und guterInfrastruktur - fündig geworden ist sie im Neubaugebiet am Schäferhof. "Mit diesen Stärken müssen wir mehr werben", weiß sie daher aus eigener Erfahrung. In die Politik ist Imke McGinty eher so reingerutscht. Gleich nach ihrem Umzug nach Rehren engagierte sie sich im Schulförderverein und im TuS Rehren, dessen Jugendwartin sie jetzt ist. Und irgendwann kam für sie die Frage, wieder in den Beruf einzusteigen oder die ehrenamtliche Arbeit noch auszubauen. Sie entschied sich fürs Ehrenamt - und damit auch für die Politik. Da liegt ihr vor allem die Stärkung der Dorfgemeinschaft am Herzen, die Jugendarbeit ("wir brauchen in Rehren einen Anlaufpunkt für Jugendliche") und die Ganztagsbetreuung an der Schule. Auf ihre neue Aufgabe als Ortsvorsteherin freut sie sich. "Ich habe aber auch Respekt davor, das ist etwas ganz Neues." Zu ihren Leidenschaften außerhalb der Politik und des Ehrenamts zählt das Reisen: "Wir lernen gerne andere Lebensarten kennen." Die drei Kinder Helen (10), Connor (8) und Liam (3) können im englischsprachigen Ausland schon ganz gut mithalten: Sie wachsen zweisprachig auf - denn Vater Edward McGinty ist Engländer.

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