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Wahlkampf: SPD-Spitzenleute informieren sichüber Sorgen und Wünsche heimischer Betriebe

"Hafenprojekt muss in die Realisierungsphase"

Bückeburg (rc). Wahlkampf in der Wirtschaft: Mit Dr. Jochen Hahne aus dem Kompetenzteam des SPD-Spitzenkandidaten war der heimische SPD-Landtagsabgeordnete und -kandidat Heiner Bartling nach Bückeburg gekommen. Im Hafen Berenbusch informierten sich beide über den geplanten Hafen "Regioport Weser" und den Holzrecycler "Interseroh", bei der Firma Simon-Glas am Hasengarten über den Produktionsstandort Bückeburg der bundesweit tätigen Glasgruppe.

veröffentlicht am 11.01.2008 um 00:00 Uhr

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"Wir versprechen uns eine erhebliche Belebung des Hafens und der Gewerbeflächen", führte Bürgermeister Reiner Brombach bei der Vorstellung des Containerhafen-Projektes aus. Die Realisierung des Hafens sei nur möglich, wenn die Landesregierungen in Niederachsen und Nordrhein-Westfalen finanziell mit im Boot sind, machte der Bürgermeister auf die landespolitische Bedeutung des Projektes aufmerksam. So koste allein die Verlängerung und Verstärkung der Kaikante im Berenbusch rund drei Millionen Euro. Seitens der Firmen, die den Hafen als Umschlagplatz nutzen, sei der Ausbau des Hafens als Stückguthafen gewünscht, wie auch Jens Große-Wortmann von Interseroh gegenüber den Politikern verdeutlichte. Derzeit würden noch 90 Prozent der im Hafen Berenbusch recycelten Hölzer per Lkw an- und abtransportiert. "Wir wollen den Anteil des Binnenschiffs aus Kostengründen aber deutlich forcieren." So koste die Tonne Lkw-Transport 20 bis 25Euro, beim Binnenschiff liege der Preis pro Tonne bei zwölf bis 14 Euro. Derzeit habe "Interseroh" bei der Verladung auf die Binnenschiffe damit zu kämpfen, dass das Holz zunächst in Container gepackt und die paar Meter zur Kaikante gefahren werden müsse, um anschließend aus dem Container auf das Schiff gebaggert zu werden: "Das geht erheblich effizienter." "Wir werden alles tun, damit das Hafenprojekt in die Realisierungsphase kommt", versprachen die Wahlkämpfer Bartling und Dr. Hahne, um sich dann auf zum Hasengarten zu Glas Simon am Hasengarten zu machen, wo sie von den Firmenchefs Brigitte und Dieter Kölling empfangen und durch den Betrieb geführt wurden. Das Geschäft mit dem Glas brummt derzeit, auch wenn es ein heiß umkämpfter Markt ist, wie Dieter Kölling sagte. Sein Unternehmen zeichne sich durch Flexibilität, gute Qualität und hohe Innovationskraft aus und sei daher in der Lage, auch große Aufträge zu akquirieren und zusammen mit Subunternehmen auszuführen. So lieferte die Kölling-Gruppe alle Fenster fürs neue Klinikum inMinden. Und auch die Aufträge für die Fenster der derzeit umgestalteten Ernst-August Galerie in der Innenstadt von Hannover gingen an Kölling. Erfolgreich besetzt das Unternehmen auch Nischen, etwa mit Produktserien wie "Pia Vetro", in der Glas und Holz miteinander verbunden werden, oder aber "Vetrolani", in der Glasdekore verarbeitet werden. Im Aufbau befindet sich derzeit ein Produktbereich für schusssicheres Glas. Insgesamt beschäftigt die Kölling-Gruppe derzeit 300 Mitarbeiter, darunter 18 Auszubildende, sechs davon in Bückeburg. Hier wird künftig auch die Ausbildung zum Glasmechaniker möglich sein, ein Ausbildungsberuf, der erst nach mehreren Interventionen von Politikern und des Firmenchefs von der Industrie- und Handelskammer in Niedersachsen als Ausbildungsberuf zugelassen wurde.

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