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Theaterstudio "Charivari"überzeugt im Schlosspark Baum / Aufführung für die Hospiz-Stiftung

Hätte König Millo nur den Raben nicht getötet ...

Rusbend (mig). Die hochklassigen Freiluft-Aufführungen im Park des Jagdschlosses Baum haben sich zu einem echten Geheimtipp entwickelt. Im vergangenen Jahr wurde Goldonis Komödie "Diener zweier Herren" gegeben; Ende voriger Woche stand mit Carlo Gozzis "Der Rabe" ein eher tragisches Stück auf dem Progra mm.

veröffentlicht am 02.07.2008 um 00:00 Uhr

Zur Benefizveranstaltung zugunsten der Hospiz Stiftung Niedersachsen wurden die Gäste von Landesbischof Jürgen Johannesdotter begrüßt. "Die Hospiz Stiftung hat früh gesehen, was andere nicht gesehen haben", sagte Johannesdotter und mahnte: "Trotz ehrenamtlicher Arbeit ist die Sicherung eines Lebens und Sterbens in Würde nicht umsonst zu haben. Eine gute Fortbildung kostetGeld." Anschließend verwandelte das Theaterstudio "Charivari" der Uni Bielefeld den Park in eine Bühne. Vor den beiden Barockportalen entwickelten die Akteure das tragikomische Stück aus dem 18. Jahrhundert mit lebendigem Schauspiel und artistischen Einlagen. Das Spiel des Lichts, die alten Gemäuer und der großartige Auftritt der geübten Truppe entführten das Publikum in eine fantastische Welt voller düsterer Prophezeiungen, Magie und Wunder. Zum Stück: Auf der Jagd erlegt König Millo einen Raben. Dieser gehörte jedoch einem Ungeheuer, welches Millo daraufhin verflucht. Er soll von Wahnsinn und Trauer heimgesucht werden und daran zugrunde gehen. Seine einzige Rettung ist eine Frau - Armilla, die sein Bruder daraufhin entführt. Doch ihr Vater, ein mächtiger Zauberer, schwört Rache. So nimmt das Schicksal seinen Lauf ... Aufgelockert wurden die düsteren Szenen immer wieder durch die Masken der Commedia del' Arte. Ob die "Steggreif"-Komödianten die Zuschauer rügen ("Der Altersdurchschnitt ist aber ganz schön hoch") oder die auf dem Boden sitzenden Kinder bemitleiden ("Euch haben sie aber auch die schlechtesten Plätze gegeben") - Truffaldino und der Rest der Truppe sorgten auch an diesem Abend wieder für Situationskomik. Alle Schauspieler, die unter der Leitung von Michael Zimmermann auftraten, verdienten sich ein großes Lob.



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