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Für 700 000 Euro: Bauausschuss befürwortet stufenweisen Ausbau des historischen Kirchwegs

Hässlicher "Hinterhof" wird zur Promenade

Stadthagen (jl). An regnerischen Tagen und in der dunklen Jahreszeit ist der Bereich hinter der St.-Martini-Kirche bis zum Eingang des Schlossparks in Sachen Hässlichkeit kaum zu übertrumpfen. Damit soll mittelfristig Schluss sein. Der Bauausschuss des Rates hat einen stufenweisen Ausbau des historischen Kirchwegs auf den Weg gebracht, mit der der große Asphaltplatz ein ganz anderes Aussehen bekommen soll.

veröffentlicht am 08.05.2007 um 00:00 Uhr

Die Achse vom historischen Pulverturm im Schlosspark bis zur Mar

An dem großen Platz zwischen der Kirche sowie der ehemaligen Orientierungsstufe auf der einen sowie der Schule Am Schlosspark und der Olympia-Turnhalle auf der anderen Seite ist die Umgestaltung der Kernstadt bis jetzt vorbeigegangen. Der "Bereich fällt deutlich ab", läutete Planer Wolfgang Hanke seine Darlegungen ein. Man glaube, man sei auf "einem Hinterhof gelandet". Dabei sei die Kulisse, die Gebäude an den Rändern "außerordentlich schön", malte er den Kontrast zwischen dem schnöden Platz und dessen Rand aus. Zum "Widerspruch zwischen Rand und Platz" kommt in den Augen des Planes sowie des städtischen Bauamtes ein großer funktionaler Mangel: "Es ist nicht sichtbar, was wohin gehört", hatte Bauamtsleiter Manfred Fellmann bei einer Ortsbesichtigung vor der Beratung zu Protokoll gegeben. Hanke und Kollegen schlagen deshalb in ihrem Gestaltungskonzept eine deutliche Trennung der Funktionsbereiche vor. So soll künftig ins Auge springen, welches die historische Wegverbindung zwischen Kirche und Schloss ist, wo der Parkplatz und wo der Schulhof liegen. Der Weg soll laut Hankes Vorschlag als Promenade ausgebaut werden. In deren Mitte ist eine wassergebundene Decke vorgesehen, und deren Ränder unterstreichen großflächige Betonsteinplatten sowie Beete mit diversen Gestaltungselementen. Im Zuge der Umgestaltung soll der historische Pulverturm am Eingang des Schlossbereiches einen optischen "Bruder" bekommen. Das wird eine so genannte Turmruine als Mittelpunkt des Wendekreises am entgegengesetzten Ende des historischen Kirchwegs. Hanke schlug vor, das Rondell nach Norden zu verschieben. Dadurch kann das Mausoleum in ein optisch besseres Licht gesetzt werden. Weiter würde dadurch Platz geschaffen, den Parkplatz ganztägig zur Verfügung zu stellen. Die Stellplätze sollen anders als jetzt eine klar umrissene Optik bekommen. An ihrer Zahl wird sich nur wenig ändern. Ändern soll sich außer der Optik auch die Bewirtschaftung. Das heißt, die Gebührenpflicht ist auf dem Anmarsch. Den Bereich des Schulhofes spart die Stadt in ihrem Konzept aus, weil dafür der Landkreis zuständig ist. Die Planung als solche ist bei den im Rat vertretenen politischen Gruppierungen auf Zustimmung gestoßen, nur bei den Kosten, die auf knapp 700 000 Euro geschätzt sind, äußerten Sprecher aller Parteien Bedenken. Das Vorhaben soll jetzt in drei Etappen umgesetzt werden. Nach diesem Vorschlag von Bauamtsleiter Fellmann bekam das noch zu verfeinernde Konzept eine eindeutige Mehrheit im Ausschuss. Nur ein Politiker enthielt sich der Stimme.



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