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Hasemann: Darstellung des Kreisbauamtes "purer Hohn und Schlag ins Gesicht"

Gymnasium zornigüber Verzögerung

Stadthagen (ssr/cst). Als "puren Hohn und Schlag ins Gesicht" hat das Ratsgymnasium (RGS) die jüngste Darstellung des Kreisbauamtes kritisiert, die Fertigstellung des Anbaus liege "gut in der Zeit" (wir berichteten). Diese Einschätzung gehe "völlig an der Realität vorbei", schrieb Schulleiterin Angelika Hasemann gestern in einer Stellungnahme.

veröffentlicht am 09.01.2007 um 00:00 Uhr

Hasemann bringt in ihrem Schreiben in Erinnerung, dass für die Fertigstellung des Erweiterungsbaus vom Landkreis als Bauträger ursprünglich der erste Tag nach den Sommerferien 2006 angesetzt gewesen sei. Der lange vorangegangene Winter habe dann für Verzögerungen gesorgt. Als neuer Fertigstellungstermin sei vom Bauamt deswegen verständlicher Weiseder erste Tag nach den Herbstferien in Aussicht gestellt worden. "Aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründe wurde aber auch dieser Termin nicht eingehalten", schreibt die Pädagogin. Auch der erste Tag nach den Weihnachtsferien sei nicht als Fertigstellungstermin eingehalten worden", stellt die Schulleiterin fest. Der Leiter des Kreisbauamtes, Fritz Klebe, hatte vor einigen Tagenöffentlich gesagt, es würden lediglich noch Betonarbeiten in geringem Umfang fehlen. Der Abschluss dieser Arbeiten könne sich wegen des gelegentlichen Nachtfrostes noch einige Zeit hinziehen. Auch dagegen wendet sich Hasemann energisch. Nachtfröste könne die Lehrerin bei "seit Wochen rund plusfünf Grad Celsius während der Nächte" nicht erkennen. Auch fehlten nicht nur "einige Betonarbeiten, sondern es stehen noch weitaus mehr Arbeiten an", schreibt die Leiterin. So sei der Fußboden immer noch nicht fertiggestellt, weil zu wenig Material bestellt oder geliefert worden sein soll. "DieTreppenhäuser sind nach wie vor Baustellen", schreibt Hasemann. Während der Schulzeit könne wegen des großen "Schülerdurchgangsverkehrs" nur bedingt gearbeitet werden. Die Weihnachtsferien seien "nur sporadisch" für Arbeiten genutzt worden. Naturwissenschaftlicher Unterricht auf gymnasialem Niveau sei wegen der Bauarbeiten "seit langem" nicht möglich, beschwert sich Hasemann. "Auch die neuen Toilettenanlagen sind noch im Rohbauzustand." Das Bauamt nehme sich der Probleme zwar an, könne nach eigenem Bekunden aber die Bauarbeiten nicht beschleunigen, denn die mit den Firmen abgeschlossenen Verträge sähen keine Konventionalstrafen vor, so dass das Bauamt "dem wochenlangen Fernbleiben einiger Gewerke hilflos und ohnmächtig gegenübersteht". Die Zahl der auf dem Bau arbeitenden Handwerker lasse "somit meistens nicht erkennen, dass diese Baustelle seit langem unter Zeitdruck steht", schreibt Hasemann.



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