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Seit 2005 Pilotprojekt / Fit für die Eigenverantwortliche Schule / Schulinterne Organisation erhält verändertes Gesicht

Gymnasium Adolfinum sieht sich "deutlich im Aufbruch"

Bückeburg (bus). Am 1. August treten in Niedersachsen die gesetzlichen Bestimmungenüber die Eigenverantwortlichkeit der Schulen in Kraft. Wesentliche Merkmale der Neuregelung sind umfangreiche Umstrukturierungen innerhalb der Schulorganisation, die Umverteilung von Verantwortlichkeiten und ein umfassender Auftrag zur Qualitätssicherung. "Wenn andere Schulen zu Beginn des kommenden Schuljahres womöglich erst aufwachen, wird das Gymnasium Adolfinum den Wechsel kaum bemerken", lautete der Tenor einer Gesprächsrunde, in der sich Christian Pütter, im Kultusministerium federführender Betreuer eines vorbereitenden Projekts, über den Stand der Dinge in Bückeburg informierte.

veröffentlicht am 01.06.2007 um 00:00 Uhr

Heinz-Ulrich Gosemann (sitzend, von links) und Christian Pütter

Das Adolfinum hatte bereits im Februar 2005 die Teilnahme an diesem etwa 50 Schulen einschließenden Projekt beschlossen. Im Juni 2005 kam es zur Gründung einer Steuergruppe, die am Gymnasium als "Hüter der Innovation" gilt. In der Runde, in der außer Pütter und Schulleiter Heinz-Ulrich Gosemann Vertreter der Steuergruppe und des Schulelternrats Platz fanden, herrschte eine ausgesprochen frohgemute Stimmung. "Wir sind deutlich im Aufbruch", hieß es mehrmals. Die individuellen Ausprägungsmöglichkeiten gäben dem Adolfinum das Instrumentarium an die Hand, sich zukünftig deutlich von anderen Schulen zu unterscheiden, betonte Schulleiter Gosemann. Bei der Eigenverantwortlichen Schule, laut Landesregierung der "entscheidende Baustein der Bildungsreform, mit dem sich die Qualität der Schulausbildung in kurzer Zeit erheblich verbessern wird", geht es vor allen Dingen darum: das schulische Lernen konsequent anüberprüfbar zu erwerbenden Kompetenzen der Schülerschaft auszurichten. Die Instrumente dafür sind die Bildungsstandards und deren Konkretisierung durch Kernlehrpläne; in allen Schulen die Erreichung der vorgegebenen Ziele regelmäßig zu überprüfen und damit eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Hierfür sind Abschlussprüfungen mit landesweit einheitlichen Aufgabenstellungen, Vergleichsarbeiten und die Schulinspektion die bereits etablierten Verfahren; dass die Schulen vor dem Hintergrund staatlich verantworteter Definition der Bildungsziele und staatlicher Erfolgskontrolle erheblich erweiterte Freiräume für die Organisation des Lernens und die Verbesserung der Qualität bekommen und so "eigenverantwortlich" werden. Darüber hinaus gibt das Gesetz der schulinternen Organisation ein verändertes Gesicht. Neben die Gesamtkonferenz, die künftig hauptsächlich über pädagogische Angelegenheiten befindet, tritt ein Schulvorstand, dem wesentliche Entscheidungsbefugnisse im Hinblick auf die Qualitätsentwicklung der Schule zukommen. Mit dem neuen Organ sollen insbesondere die großen Schulen mit ihren entsprechend stark besetzten Gesamtkonferenzen ein kleines und funktionsfähiges Beschlussorgan erhalten, in dem vor allem Eltern- und Schülerschaft stärker als bisher in die Willensbildung einbezogen werden. DemSchulvorstand gehören bei Schulen mit bis zu 20 Lehrkräften acht, bei 21 bis 50 Lehrkräften zwölf und bei mehr als 50 Lehrkräften 16 Mitglieder an. Die Hälfte des Gremiums werden Lehrkräfte sein; Eltern und Schüler stellen jeweils 25 Prozent.



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