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Der große Ärger über den Dauerstau: Rodenberger Allee jeden Tag verstopft / Kritik an der geänderten Ampelschaltung

Gute Nachricht: A 2-Baustelle schneller fertig als geplant

Bad Nenndorf (rwe). Der Verkehr rund um Bad Nenndorf ist das Dauerthema bei Schaumburgs Autofahrern. Mit Beginn der Sanierungsarbeiten auf der Autobahn 2 vor zehn Tagen ist die Bundesstraße 65 dicht, der Verkehr aus Hannover staut sich kilometerweit zurück. Eine gute Nachricht gibt es aber: Die Fahrbahn zwischen Wunstorf-Kolenfeld und Lauenau soll nicht erst am 8. November fertig saniert sein, sondern bereits am 17. Oktober.

veröffentlicht am 04.10.2007 um 00:00 Uhr

Das teilt Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier mit. Dieser hat wie schon bei der Dauerbaustelle auf der A 2 bei Rehren "um die Ausschöpfung aller Möglichkeiten zur Entschärfung der Situation" gebeten. Er kritisiert den Entschluss, eine neue Baustelle auf der A 2 einzurichten, bevor die Arbeiten im Auetal abgeschlossen sind, und fordert eine zügige Abwicklung. Darüber hinaus müsse die Sicherheit in den Baustellen erhöht werden durch verstärkte Kontrollen und Geschwindigkeitsüberwachungen. Schöttelndreier empfiehlt rechtzeitige Warnhinweise und die Entlastung der Umleitungsstrecke auf den Bundesstraßen 65 und 442 durch Verkehrsfunkdurchsagen. Der Ruf aus Schaumburg blieb nicht ungehört. Die Landesbehörde Hannover hat inzwischen eine zusätzliche Warntafel mit Hinweis auf die Staugefahr vor der neuen Baustelle aufgestellt. Zudem will sich die Sicherungsfirma kurzfristig mit dem Landkreis beraten, um auszuloten, wie der Umleitungsverkehr besser fließen könne. Auch auf der Rodenberger Allee geht oft nichts mehr. Ein Grund dafür ist die neue Schaltung an der Kreuzung Drei Steine: Die Grünphase für den Verkehr in Richtung Rodenberg wurde zugunsten der neuen Linksabbieger um etwa 15 Sekunden reduziert. Das Ergebnis: Selbst ohne A 2-Baustelle stehen die Autos fast jeden Nachmittag bis zum Rathaus. Grund für die neue Schaltung waren die häufigen Unfälle bei den Linksabbiegern. Das Landesamt ließ die Kreuzung umbauen, installierte für viel Geld eine verkehrsabhängig gesteuerte Ampel mit extra Linkspfeilen von Bad Nenndorf nach Hannover beziehungsweise von Rodenberg nach Stadthagen. Das detektorengesteuerte System soll intelligent reagieren: Solange kein Auto in der Rodenberger Allee steht, müsste die Ampel Rot zeigen. "Die Schaltung auf Anforderung funktioniertüberhaupt nicht", sagt Jürgen Schwartz, Dienstabteilungsleiter bei der Polizei Bad Nenndorf. Im Rathaus stehen die Ampelphasen ebenfalls in der Kritik. "Wir wünschen uns die alte Schaltung", sagt Stadtdirektor Bernd Reese. Und für Frank Lohmann, im Vorstand der Interessengemeinschaft Bad Nenndorf für die Wirtschaftsbetriebe zuständig, ist es Zeit zum Handeln: "Stadt und Landkreis müssen gemeinsam tätig werden." Auch für Unternehmer Wolfgang Seifert ist das Problem hausgemacht durch die neue Schaltung der Ampel. Seit Ende des vergangenen Jahres kann er aus seinem Fenster beobachten, wie sich die Autos fast jeden Nachmittag bis zu seinem Laden zurück stauen. "Das war vorher nicht." Die Stadt und der Landkreis müssten handeln. "Das kann so nicht bleiben. Wir gehen hier alle ein." Immerhin: Das Straßenverkehrsamt prüft zurzeit, ob in Ausnahmefällen für die Ampel in Richtung Stadthagen und Rodenberg in Abständen eine doppelte Grünphase programmiert werden kann - so könnte der Verkehr zwischendurch immer wieder abfließen.



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