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Kinocenter Rinteln und Metropol Steinbergen merken nichts von bundesweitem Besucherrückgang

Gute "Durchschnittsfilme" füllen die Kassen

Rinteln (cok). In den großen Städten haben die Kinos über deutlichen Besucherrückgang zu klagen, die beiden in Familienunternehmen geführten Rintelner Kinos aber, das Kinocenter und das Steinberger Metropol, können ganz zufrieden sein. Sie stehen kein bißchen schlechter da als im Vorjahr.

veröffentlicht am 10.01.2008 um 00:00 Uhr

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"Nein, wir müssen uns wirklich keine aktuellen Sorgen machen", so Kinocenterbetreiber Jörg Ruhs. "Aber beim Mittelstand sieht es eben anders aus, als bei den Großkinos im Land." Die meisten Cinedrom- und Maxx-Kinokomplexe seien Pachtobjekte aus besseren Zeiten - mitüberhöhter Pacht und vielen Angestellten. Vor allem die Tendenz, alles auf die Kino-Highlights zu setzen, die überall gleichzeitig anlaufen und noch dazu oft mehrere Säle im selben Kino einnähmen, führten dazu, dass auch erfolgreiche Filme oft nicht länger als eine Woche im Programm stünden. "Wir dagegen sind daran gewöhnt, dass immer mal wieder kleinere Krisen entstehen, wir passen uns dem einfach an", sagt er. "Natürlich gab es das Jahr über schwankende Besucherzahlen. Aber die ganze Weihnachtszeit lief es wirklich sehr gut mit dem ausgewogenen Programm, und dann profitieren wir in der Ferienzeit ja auch von den Gästen der Stadt und des Doktorsees." Davon, dass bundesweit ein Besucherrückgang von etwa sieben Prozent im Verhältnis zum Vorjahr gemeldet wurde, hat das Kinocenter nichts gespürt. Auch im Metropol Steinbergen herrscht eher gute Laune. Das seit fünf Jahren als Programmkino geführte Filmtheater steigert die Anzahl der verkauften Karten von Jahr zu Jahr. "Die Umstellung unseres Programms auf kleinere, feine Filme war eine rundherum richtige Entscheidung", meint Betreiber Frank Rubba. "Dass wir was Besonderes zu bieten haben, hat sich im ganzen Landkreis herumgesprochen, fast alle Filme, die wir zeigen, kommen gut an." Auch wenn ringsum die Geschäftsleute darüber klagen, dass die Menschen sparsamer werden und insgesamt weniger Geld zur Verfügung haben, so ist ein Kinobesuch auf dem Lande nicht annähernd so teuer wie in den größeren Städten. In Hannover und Bielefeld muss man um die 9 bis 10 Euro dafür aufbringen, in Rinteln gerade mal 5,50 Euro. Das einzige, was den hiesigen Kinobetreibern etwas Sorgen machen kann, sind die sich ständig verteuernden Spritkosten. Nicht nur nach Steinbergen, auch nach Rinteln kommen die Besucher oft aus dem weiteren Umland, vor allem aus dem Exter- und Kalletal. "Ich hoffe, es wird nicht so schlimm mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dass den Leuten das Benzingeld zu teuer wird", hofft Ruhs. Während die Cinedroms und Maxx-Kinos nun vor allem auf den Erfolg der nächsten Blockbuster hoffen, "I am Legend", "James Bond" oder "Harry Potter", hoffen die Rintelner eher auf gute Durchschnittsfilme, die ihnen einen möglichst regelmäßigen Besucherstrom garantieren. "Solange die Menschen noch Spaß am Kino-Erlebnis haben, an den Bildern auf der großen Leinwand und dem Vergnügen, mit anderen zusammen zu sein, solange wird es uns weiter gut gehen", sagt Ruhs abschließend.



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