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Gute Chance auf zwei Millionen Euro

Landkreis (gus). Rund 120 Vertreter der Städte Bückeburg, Obernkirchen und Stadthagen sowie der Samtgemeinden Eilsen, Lindhorst, Nenndorf, Niedernwöhren, Nienstädt, Rodenberg und Sachsenhagen haben die Bewerbung um Förderung der regionalen Entwicklung durch die Europäische Union angeschoben. Im Blickpunkt einer Ideenwerkstatt zum "Entwicklungskonzept Schaumburger Land" standen Tourismus, Wirtschaft und Soziales.

veröffentlicht am 16.04.2007 um 00:00 Uhr

Als Ziel hat die Kreisverwaltung einen von 30 Förderplätzen ausgegeben. Damit wäre der Landkreis eine so genannte "Leader-Region". Dieser stünden zwei Millionen Euro an Zuschüssen aus EU-Fördertöpfen in Aussicht. Mit dem Geld soll das Entwicklungskonzept umgesetzt werden. Die Stadt Rinteln und die Gemeinde Auetal gehören zur Region "Westliches Weserbergland". Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier nannte die Kooperation verschiedener Kräfte auf etlichen Gebieten eine der Stärken Schaumburgs. So war auch die Ideenwerkstatt eine Art Vernetzung, aus der eine Bündelung von Anstößen hervorging. Die Vertreter der Kommunen teilten sich in Arbeitsgruppen zu drei Themenfeldern auf und erarbeiteten die Ansatzpunkte für das Entwicklungskonzept. Landwirtschaft, Wirtschaft, Umwelt, Energie: Zu diesen Themen wurden Stichpunkte wie Erneuerbare Energien (auch Wasserkraft), Hochwasserschutz, Vernetzung von Parkanlagen mit Radwegen, Weiternutzung der Bahnstrecke Rinteln-Stadthagen, Ausbau des Reitwegenetzes und die Entwicklung der Marke Schaumburg zum Bewerben eigener Erzeugnisse genannt. Siedlung, Erholung, Versorgung, Soziales: Künftige Schwerpunkte sollen Ausbau des Radwegenetzes, Schaumburger Baukultur (Nutzung von Leerständen), stärkere Berücksichtigung der Achse Mittellandkanal für Tourismus (auch Bootsfahrten), Mühlen und Backhäuser "erlebbar" machen sowie Weiterführung des Dorferneuerungsprogramms sein. Kultur und Tourismus: Objekte wie das Schloss Baum im Schaumburger Wald und der Wilhelmsturm sollen attraktiver gestaltet, der Georgschacht wiederbelebt werden. Die Marke Wilhelm Busch gelte es, auf den gesamten Landkreis auszudehnen - und sei es durch Hähnchenverkauf. Außerdem wurden Gesundheitszentren und Musicalaufführungen aufgezählt. Gunter Korff vom Amt für Landentwicklung Hannover nannte die große Teilnehmerzahl und die vielen Ideen eine gute Basis für eine erfolgreiche Bewerbung. Dessen Behörde rechnet mit 40 bis 45 Einsendungen. Auch Schöttelndreier sieht angesichts des regen Interesses gute Chancen auf einen der Förderplätze. Dem Ideenforum wird im Mai eine Strategiewerkstatt folgen, im Herbst eine Projektwerkstatt.



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