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Wo soll der Autofahrer hin?

Gute Absicht, aber kaum durchsetzbar

Das mit dem Abstand zu den Fahrradfahrern ist sehr gut. Ist aber in Hameln in den wenigsten Fällen umsetzbar. Wer denkt sich im Rathaus solche Sachen wie an der Mühlenstraße eigentlich aus?

veröffentlicht am 31.07.2020 um 21:17 Uhr

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Zu: „So klappt es mit dem Abstand“, vom 18. Juli


Derjenige hat überhaupt keinen vernünftigen Plan vom Verkehr in Hameln. Die meisten Straßen in den Wohngebieten (ich würde sagen 90 Prozent) müssten dann zu Halteverbotszonen umgewandelt werden. Man nehme nur die Baustraße. Parkstreifen (hier kassiert die Stadt ab) und Fahrzeugverkehr in eine Richtung mit Gegenverkehr von Radfahrern. Wo soll der Autofahrer hin? Radfahrer müssten bei Gegenverkehr eigentlich in eine Lücke ausweichen, um 1,5 Meter Abstand einzuhalten, da die Straße nicht breit genug ist. Der Autofahrer kann nicht ausweichen, da er den Bürgersteig neben sich hat. Wenn ein Radfahrer am Ende in der Fahrbahn Richtung Stadtgalerie ist, müsste der Autofahrer so lange in der Emmernstraße warten, bis der Radfahrer vorbei ist. In der Zwischenzeit kommt schon der nächste. So ist es auf allen Nicht-Hauptverkehrsstraßen in Hameln. Bestes Beispiel: Im Kreuzfeld haben sich die Anwohner und Gelegenheitsparker angewöhnt, auf einer Straßenseite zu parken. Kommt Gegenverkehr, so wird aufeinander Rücksicht genommen und man lässt ihn vorbei. Manche haben keine Zeit (wenige) und brettern über den Bürgersteig.

Man muss sich nur mal den Fahrradverkehr Breiter Weg, Brückenkopf, Klütstraße und Weserbrücken anschauen, dann behaupte ich, es halten sich nur 50 Prozent an die Verkehrsregeln. Der Fahrradbeauftragte soll sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Noch mal zur Mühlenstraße: Warum kann ein Radfahrer bei kaum Verkehr auf der Nebenfahrbahn nicht mal kurz hinter einem Auto herfahren?

Zum Ein- und Ausparken ist eine Frage: Warum hat man die Parkplätze nicht schräg angeordnet, da es sowieso nur in eine Fahrtrichtung geht? Es wären aber zwei gebührenpflichtige Plätze weniger (diese Plätze sind nie ausgelastet).

Würden die Autofahrer alle wie die verkehrswidrigen Radfahrer fahren, sähe es schlimm in der Stadt aus. Wie ist es eigentlich mit dem Abstand der Radfahrer zu den Fußgängern bestellt? Da reicht normalerweise der neue Weg an der Mühlenstraße von drei Metern nicht aus. Soll der Fußgänger, wenn ein Radfahrer kommt, ins Gebüsch springen? Am alten Hallenbad ist der Bürgersteig nur zirka 2,5 Meter breit. So ist es nicht nur im Klütviertel. Es wird in allen Wohngebieten so sein. Sogar die Neubaugebiete sind nicht für diese 1,5 Meter Abstand geplant. Oder sind die Straßen jetzt doppelt so breit wie bisher in Planung? Fragen Sie mal die Feuerwehr- und Rettungswagenbesatzung nach der Breite der Straßen.



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