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Solargemeinschaft in Kleinenbremen und Wülpke steht vor der Gründung / Suche nach Dach

Gut für die Umwelt und gut für den Geldbeutel

Kleinenbremen (ly). In Kleinenbremen und Wülpke zeichnet sich die Gründung einer Solargemeinschaft ab. Ein dreiköpfiges Kernteam ist gebildet, demnächst wird ein Flyer an alle Haushalte entworfen. Interesse scheint zu bestehen. Zu einer Informationsveranstaltung mit Michael Hausdorf und Klaus Weißenburg von der Solargemeinschaft Holzhausen (Porta Westfalica), wo seit September 2007 eine Bürger-Solaranlage läuft, sind 25 Einwohner in die Kleinenbremer Gaststätte "Zur schönen Aussicht" gekommen.

veröffentlicht am 08.05.2008 um 00:00 Uhr

Über den Dächern: Mit Tipps von Profis machen sich Kleinenbremer

Jetzt beginnt die Suche nach geeigneten Dächern und Anbietern von Solaranlagen, bevor mit dem Hauseigentümer ein Nutzungskontrakt über das Dach geschlossen wird. Ebenfalls unterzeichnet werden muss ein Gesellschaftervertrag. Für Friedrich Vogt, Vorsitzender des Bezirksausschusses, ist angesichts der Endlichkeit fossiler Brennstoffe, des Treibhaus-Effektes und nicht zuletzt eines neuen Rekordhochs beim Rohölpreis klar: "In Zukunft können nur noch erneuerbare Energien interessant sein." Das Interesse in Holzhausen war seinerzeit so groß, "dass wir mehr Geld hatten, als wir unterbringen konnten", erinnert sich Weißenburg. Eine zweite Solaranlage musste her. Kein Wunder: "Dies ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder - bei guter Rendite", wie Weißenburg betont. "Es kommt auf jeden Fall mehr raus als auf dem Sparbuch",fügt Hausdorf hinzu. Hinter der ersten Holzhauser Solaranlage auf dem dortigen Gemeindehaus stehen 52 Gesellschafter. Fotovoltaik-Anlage Nummer zwei (städtischer Bauhof) geht voraussichtlich Ende Mai ans Netz. So weit sind die Kleinenbremer und Wülpker noch nicht. Zwei Dächer, mit denen sie geliebäugelt hatten, scheiden wohl aus. "Die Turnhalle könnte undicht werden, die Kirche steht unter Denkmalschutz", so Friedrich Vogt nach einer Bereisung mit Fachleuten. Benötigt wird eine Dachfläche von etwa 200 Quadratmetern, am besten mit südlicher Ausrichtung. Realistisch wäre den Angaben zufolge eine Anlage mit ungefähr 20 kWpeak, wobei ein kWpeak einer Kilowattstunde Spitzenleistung entspricht. Die nötige Investition beziffert Weißenburg mit 82 000 bis 90000 Euro. Als Nutzungsgebühren an den Eigentümer entfallen zwei bis vier Prozent des Jahresertrages. Pro kWpeak rechnet man nach Darstellung der Holzhauser mit acht bis zehn Quadratmetern Fläche. Vogt hat sich bereits Dächer ausgeguckt. "Aber die möchte ich noch nicht nennen." Solaranlagen wandeln Sonnenenergie in Strom um. Dieser wird insörtliche Netz eingespeist und nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 20 Jahre lang mit konstanten Sätzen vergütet. Aus dem Stromverkauf gibt es eine Rendite. In Holzhausen haben die Teilhaber einen oder mehrere Anteile bis zu 10 000 Euro erworben. Sie haften ausschließlich mit ihren Einlagen. Zur Wirtschaftlichkeit von Anlagen mit oder ohne Eigenkapital gibt es verschiedene Berechnungen, nachzulesen im Internet auf der Seite www.solarbauer-stemwede.de



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