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So kommen Männer vom Lindhorster Bockbieranstich sicher nach Hause

"Gut, dass unsere Frauen dabei sind"

Lindhorst (mw). Zum zweiten Mal hat der Kultur- und Förderverein Schaumburger Bergbau zum "Bockbieranstich" eingeladen. Rund 80 Gäste fanden sich im "Hof Gümmer" ein, um sich den "Bock" durch die Kehlen rinnen zu lassen.

veröffentlicht am 30.10.2007 um 00:00 Uhr

Der Lindhorster Bürgermeister Hans-Otto Blume sticht im großen S

"Man kann jetzt schon ein bisschen von Tradition sprechen", begrüßte der Lindhorster Bürgermeister Hans-Otto Blume die Feierwilligen im großen Saal von "Hof Gümmer". Anlässlich eines Vergleichs mit dem wenige Tage zuvor in Stadthagen ausgerichteten Bockbieranstich scherzte Blume, dass es neben den Gemeinsamkeiten in Form des Bockbierfasses und der zu erwartenden ebenso guten Stimmung auch einige Unterschiede gibt. So dürfe etwa in Lindhorst zumindest in diesem Jahr noch geraucht werden - im nächsten Jahr werde dies indes anders sein. "Uns wäre es aber lieber, die Raucher verrichteten ihr Hobby draußen", ergänzte Blume hinsichtlich der aktuellenVeranstaltung, wobei seiner Bitte jedoch nur ein kleiner Teil der Besucher nachkam. Anders als in Stadthagen schenke man zudem Schnaps aus, und das Lindhorster Blasorchester steuere "so klasse Musik" bei, dass man diese zur Stammbesetzung machen solle, stellte Blume außerdem fest. Als einen weiteren gewichtigen Unterschied hob er zudem hervor, dass "unsere Frauen" dabei seien. "Wir Männer haben so die Chance, nachher auch sicher nach Hause geleitet zu werden." Bevor das Bockbier aus dem Fass gelassen wurde, wurde zunächst Deftiges aufgetischt: Schweinshaxen mit Sauerkraut und Brot. Gegen 21 Uhr war es dann aber soweit. Blume trat an, den goldfarbenen Zapfhahn in das Holzfass zu treiben. Doch anstatt sich das süffige Gebräu zur Unterhaltung der Gäste spritzend seinen Weg aus dem Behältnis bahnte, verlief der Anstich völlig unspektakulär. Gerade mal zwei bis drei versierte Schläge mit dem Holzhammer benötigte der Lindhorster Bürgermeister, um den Zapfhahn in seine korrekte Position zu bugsieren. 110 Liter Bockbier - abgefüllt in Holzfässern zu einmal 50 und zweimal 30 Litern - standen zum Ausschank an die Festgemeinde bereit. Zufrieden zeigte sich Vereinsvorsitzender Gunther Ludewig mit der Resonanz der Festveranstaltung, zumal die Teilnehmerzahl den vorherigen Erwartungen entsprach. Für das nächste Jahr hofft er auf eine noch größere Beteiligung.

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