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Vorarbeiten für weiteren Ausbau der A 2 laufen an zwei Stellen / Dritte Baustelle in Bernsen folgt 2007

Gut 30 Bäume für Regenrückhaltebecken gefällt

Bernser Landwehr (la). Die beiden Großbaustellen für die Regenrückhaltebecken an der Landesstraße 443 und an der Kreisstraße 74 im Bereich Bernser Landwehr sind nur der Anfang größerer Baumaßnahmen auf der Autobahn 2 ( siehe Seite 17). In Kürze soll zwischen Rehren und Bad Eilsen auf drei Kilometern Länge der fehlende Standstreifen auf der Nordseite der A 2 gebaut werden. Der Standstreifen auf der Südseite und das Entwässerungssystem müssen erneuert werden.

veröffentlicht am 25.10.2006 um 00:00 Uhr

Direkt vor Bernsen, unterhalb der Autobahn 2, soll Anfang 2007 e

"Dazu sind auch die neuen Regenrückhaltebecken notwendig", erklärt Joachim Ernst, Amtsleiter der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover. Rund 500 000 Euro kosten die beiden Regenrückhaltebecken. An der L 443 wird ein 28 mal neun Meter großes Betonbecken gebaut, das vier Meter tief wird. Das zweite Becken an der K 74 wird 23 mal neun Meter groß und in Erdbauweise errichtet. Ein drittes Regenrückhaltebecken ist oberhalb von Bernsen geplant. Hier sollen die Bauarbeiten Anfang 2007 beginnen. "Wir müssen dafür sorgen, dass das Regenwasser nicht unendlich weit über die Entwässerungskanäle der Autobahn fließen muss", erläutert Ernst die Notwendigkeit der drei Regenrückhaltebecken. Während der Planung wurden die Plätze ausgewählt, die am besten geeignet sind, um die Wasserabschlagpunkte so nah wie möglich an der Autobahn zu haben. "Außerdem müssen wir dort bauen, wo Flächen zur Verfügung stehen", so Ernst. An der L 443 mussten dafür rund 30 Bäume weichen und ein Teil des Hangs wurde abgetragen. "Das ist erst der Anfang, denn für den neuen Standstreifen müssen wesentlich mehr Bäume gefällt werden", sagt Ernst zum massiven Einschnitt in das Gelände an der Autobahn. Über die Sicherung des Hangs an der L 443 müsse man sich allerdings keine Sorgen machen: "Hier ist stabiler Fels vorhanden." "Die Autobahn ist ein geschlossenes Entwässerungssystem", erläutert Ernst. Die Fahrbahn sei versiegelt und das Regenwasser fließe von der Straße in Entwässerungsrohre. Dieses geschlossene Rohrsystem wiederum führt direkt in die Regenrückhaltebecken. "Bei starken Regenfällen wird das Wasser dort gesammelt und dann langsam in die Vorfluter abgelassen. Dadurch werden Überschwemmungen verhindert", erklärt Ernst. Bei einem Unfall auf der Autobahn würde das durch Öl oder andere Giftstoffe verunreinigte Wasser in einem Abscheidebecken mit Tauchwand aufgefangen, und die Giftstoffe könnten dann von dort abgepumpt werden und gerieten somit nicht in die Vorfluter und das Grundwasser.

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