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Bremker Grünröcke feiern am Wochenende ihr 75-jähriges Bestehen / Raum im Gasthaus renoviert

Gullerts Saal ist fit für die Schützenfeier

Bremke (dy). Stolz präsentiert das Ehepaar Nadja und Benjamin Harney den renovierten Saal in ihrem Haus, das bis vor vier Jahren das „Gasthaus Gullert“ war.

veröffentlicht am 27.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:21 Uhr

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„Jetzt ist es unser Privathaus, aber der Saal ist weiterhin an die Gemeinde Halle verpachtet“, sagt Benjamin Harney. Der 30-Jährige ist selbst ein Neffe der Familie Gullert.

Mit finanzieller Unterstützung der örtlichen Vereine – die den Saal zum Tischtennisspielen, zum Schießen und für Theater-Vorführungen nutzen – und Materialspenden verschiedener Firmen hat das Ehepaar aus dem sehr dunkel wirkenden Saal einen hellen freundlichen Raum gemacht. Selbst die Notausgangs-Tür auf dem über 50 Jahre alten Saal ist wieder ein Schmuckstück geworden.

„Früher wurden hier Filme vorgeführt“, deutet Nadja Harney auf kleine verglaste Klappen, die heute noch in der Trennwand zum Thekenbereich – der auch einen Farbanstrich bekommen hat und noch einen neuen Tresen erhalten wird – zu sehen sind. Projektoren warfen durch diese Klappen die Filme an eine gegenüberliegende Leinwand.

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„Aber getanzt wurde hier natürlich auch schon viel“, weiß Axel Munzel als stellvertretender Bürgermeister. Er freut sich über das Engagement aller Beteiligten zum Wohle des Ortes mit seinen rund 250 Einwohnern.

„Und gut die Hälfte ist im Schützenverein“, erklärt Karl-Wilhelm Steinbrink als Vorsitzender des Schützenvereins und deutet auf den Schießstand, wo der 13 Jahre alte Philipp Lindner gerade mit dem Luftgewehr für das Königsschießen zielt.

Am Wochenende feiert der Schützenverein Bremke sein 75-jähriges Bestehen. „In diesem Bereich wird auch noch die dunkelbraune Farbe verschwinden“, sagt das junge Ehepaar.

Groß, hell und freundlich lädt der Saal mit den aufgestellten Tischtennis-Platten zum Spielen ein, und wenn die Bremker Laienspieler ihre Vorführungen haben, dann packen sie kräftig an, bauen ihre Bühne auf, und dann verschwindet auch der Schießstand – stattdessen laden Stehtische in diesem Bereich zum Verweilen ein. „Sehr schade ist es, dass Unbekannte im letzten und auch in diesem Jahr nach der letzten Theater-Aufführung Kerzen und eine Holzente mitgenommen haben“, sagt Nadja Harney verärgert, die bemüht ist, den Charakter des Traditionshauses mit vielen liebevollen Details zu erhalten.

Freuen sich über den renovierten Saal: Walter Resch, Nadja und Benjamin Harney, Karl-Wilhelm Steinbrink und Axel Munzel (von links). Kleiens Foto: Nadja Harney zeigt die Klappen für die damaligen Filmvorführungen. Fotos: dy

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