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Sommerkonzert des Albert-Einstein-Gymnasiums im Zeichen der Vampire / Bläserklassen zeigen ihr Können

„Grusical“ spielt mit der Furcht der Zuschauer

Hameln. Vampire fürchten bekanntlich Sonnenstrahlen wie der Teufel das Weihwasser. Deshalb war die Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums abgedunkelt. Trotzdem zerbröckelten die kleinen, ganz in Schwarz gekleideten AEG-Vampire natürlich nicht sofort zu einem Häufchen Asche, wenn sie mal durch einen der Strahlen der dennoch einfallenden Abendsonne wuselten.

veröffentlicht am 20.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf

Schon lange vor Einlass drängten die Besucher in die Aula. Zusätzliche Stühle wurden herbeigeschafft, um des Ansturms Herr zu werden. In drangvoller Enge dann ein spektakuläres Musical-Ereignis. „Edward – das Grusical“, so heißt die Produktion aller AEG-Musikgruppen. Musik-Fachobmann Tobias Carmine: „Mit dabei sind Vorchor, Chor, Konzertband, die beiden Bläserklassen, die Youngstars, die Musical-AG und unsere Ton-Technik.“

Auf die Bühne brachten die AEG-Schüler unter der Regie von Viktoria Stemme eine Art „Rocky Horror Show“ mit „Dracula“-Variationen. Eine Gruselmischung, in der sich traditionelle, klischeehafte Elemente mit lustvoll gespielter Parodie und Persiflage mischten. „Es galt, bei nur einem halben Jahr Vorbereitungszeit den einzelnen Anforderungsbereichen gerecht zu werden“, erklärt Carmine, der den Text verfasst hat. Dass das dem 35-jährigen Pädagogen durchaus gelungen ist, bewiesen die Lacher des Publikums.

Gegenüber, an der Stirnseite der Aula, dirigierte Maren Dörner das Bläserorchester. Blechbläser bestimmten den Sound des abendlichen Vampir-Spektakels. „Das sind unsere Bläserklassen 5 und 6“, so die seit einem Jahr am AEG fest angestellte junge Pädagogin. „Ab Klasse 5 können die Schüler bei uns ein Blasinstrument ihrer Wahl erlernen, im Klassenverband musizieren, und bekommen durch die Kooperation mit der Jugendmusikschule zwei zusätzliche Stunden Musikunterricht pro Woche.“ Derzeit haben sich in der fünften Klasse 29 und in der sechsten Klasse 24 Schüler für ein Blasinstrument entschieden.

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  • Von li.: Franz (13), Bahri (13) und Ramon (13) aus der Bläserklasse. eaw
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Lustvolle Schauer jagten dem amüsierten Publikum über den Rücken beim „Dracula-Rock“ des Vorchors, einer Tanz-Choreografie zu Michael Jacksons „Thriller“, und im fünften Akt gab’s reichlich Applaus für den „Tanz der Vampire“. Ein Hauch Gustav Mahler mischte sich irgendwie mit „Rock around the Clock“, und am Ende mündet alles ein in Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“, ehe im Finale reichlich „Rotes Blut“ floss.

Die Darsteller hatten ein halbes Jahr Zeit, um sich auf das Musical vorzubereiten.

eaw



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