weather-image
"Zweitehandhaus"-Angebotüber 30 0000 Euro nicht akzeptabel / Gemeinde sieht Land in der Pflicht

Grundstücks-Schacher: Ahnsen zahlt nicht!

Ahnsen (tw). Im Streit mit der "Zweitehandhaus GmbH" (Schopsdorf) verzichtet Ahnsen darauf, die zwischen der Gasdruckregelstation und dem Minchen-Tunnel gelegene Fläche zu kaufen respektive die Kosten für die Rückabwicklung des Grundstücks-Deals ganz oder teilweise zu übernehmen. Die Gemeinde sieht stattdessen das Land Niedersachsen in der Pflicht.

veröffentlicht am 12.10.2007 um 00:00 Uhr

Bürgermeister Heinz Grabbe (SPD) während der Zusammenkunft des Ahnser Rates am Mittwochabend: "Wir hatten am Montag ein Gespräch im Finanzministerium, an dem auch die Samtgemeinde Eilsen, die Stadtwerke Schaumburg-Lippe und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises teilgenommen haben." Der Vorschlag, den "Zweitehandhaus" dabei auf den Tisch gelegt habe, sei für die Gemeinde jedoch "nicht akzeptabel" gewesen. Denn, so Grabbe: "Die Gemeinde Ahnsen, die Samtgemeinde und die Stadtwerke sollen die Abwicklung des Rückkaufs der Grundstücke bezahlen." Nach Aussage des Bürgermeisters ist von einem Betrag in Höhe von 30 000 Euro die Rede gewesen. Weil Ahnsen jedoch keine Schuld an der Art und Weise trage, wie dieser Kauf zustande gekommen ist und auch "keine Fristen versäumt" habe, wie Grabbe auf eine Frage von Ralf Zuschlag (CDU) erklärt, habe die Gemeinde "Nein" gesagt. Außerdem habe "Zweitehandhaus" den Vorschlag unterbreitet, dass das Finanzministerium das - vordere - Areal, auf dem die Gasdruckregelstation der Stadtwerke steht, kaufen solle; der hintere Teil könne dann im Besitz der GmbH verbleiben. "Das indes", sagt Grabbe, "hat sich ,Zweitehandhaus' womöglich nicht recht überlegt". Denn das Kröten-Leitsystem und die örtliche Bushaltestelle lägen ebenso auf dem Grundstück wie der Minchen-Tunnel, dessen Zustand jedes Jahr von einem Gutachter überprüft werden müsse. Nun müsse das Land entscheiden, ob es den Grundstückskauf rückabwickelt, der GmbH eine Abfindung zahlt - "oder was auch immer". Wie diese Zeitung bereits mehrfach berichtete, waren die strittigen Flächen im Bereich der Gemeinde Ahnsen im Dezember 2005 an die Zweitehandhaus GmbH verkauft worden, die sie zuvor öffentlich ersteigert hatte. Das Land Niedersachsen hatte bei der Art und Weise, wie diese Veräußerung zustande kam, nach Auffassung der Gemeinde keine "gute Figur" gemacht. In der Folge hatte "Zweitehandhaus" Heinz Grabbe für den Fall, dass der Bürgermeister nicht schriftlich auf das Vorkaufsrecht der Gemeinde verzichte, ultimativ mit einer Anzeige wegen Urkunden-Unterdrückung gedroht. Daraufhin hatte Grabbe quasi in letzter Minute das entsprechende Schriftstück unterzeichnet. Nicht zu vergessen: Am kommenden Montag, 15. Oktober, wird sich laut Grabbe die Bückeburger Justiz mit dem Grundstückshandel beschäftigen. Dann stehen die Zweitehandhaus GmbH und die von ihr verklagten Stadtwerke vor Gericht.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt