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Investition in Steuerungstechnik lohnt sich / Kindergarten oder Rathaus - Wo geht es jetzt weiter?

Grundschule:Über 20 Prozent Energie gespart

Obernkirchen (sig). Wer Energiekosten verringert, spart nicht nur Kosten, sondern hilft auch der Umwelt. Das haben die Mitglieder des Rates und seiner Fachausschüsse sowie die Mitarbeiter der Stadtverwaltung längst verinnerlicht. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) befasste sich jetzt mit einem Energiebericht, den der zuständige Fachbereich vorlegte. Darin geht es um die städtischen Gebäude und Anlagen. Das Beispiel der Grundschule amKammweg zeigt, was machbar ist.

veröffentlicht am 13.02.2007 um 00:00 Uhr

Die Hausmeister von heute müssen mit Computern und neuzeitlicher

Vor Ort informierten sich die Ausschussmitgliederüber die Fortschritte, die in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen "Brauns Control" und der Obernkirchener Elektrofirma Tölke erreicht worden sind. Im gesamten Schulkomplex wurde eine Temperaturregelung für Einzelräume installiert, die zentral vom Hausmeisterbüro aus gesteuert werden kann. Die Installation der notwendigen Ausstattung, unter anderem an den Fenstern und Heizkörpern, sowie der Einbau der Schaltschränke ist Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen worden. Obwohl sich die gesamte Anlage zurzeit noch in der Testphase befindet, sank der Energieverbrauch bereits umüber 20 Prozent. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum angestrebten Ziel von 30 Prozent. Basis dieses Erfolges ist ein ganz spezielles Zeitmanagement, das mit Hilfe einer besonderen Software per Computer gesteuert wird. Welche Räume zu welchem Zeitpunkt und dann wie lange genutzt werden, gibt der Stundenplan vor. Sind kurzfristig Änderungen erforderlich, so kann auch das realisiert werden. Nicht benötigte Räume erhalten die Temperatur, die Schäden an den Heizkörpern und anderen Anlagen ausschließt. Bei allen anderen Räumlichkeiten einschließlich der Büros wird die Lage und Größe sowie die mögliche Sonneneinstrahlung berücksichtigt. Auch geplante Überstunden, Sprechtage oder Elternversammlungen fließen in den Plan für die zentrale Steuerung der Heizung ein. Innerhalb der Nachtzeit sinkt die Temperatur in allen Räumen auf 14 Grad herunter. Morgens wird rechtzeitig vor dem Eintreffen der Schüler angeheizt. Beim Gang durch die Schule zeigte Diplom-Ingenieur Ingo Brauns, wie das Zeitmanagement auch außerhalb der Zentrale beim Hausmeister beeinflusst werden kann. Wenn zum Beispiel der letzte Besucher des Lehrerzimmers auf den an der Wand angebrachten Raumregler drückt, wechselt die sichtbare Leuchtdiode ihre Farbe. Die Temperatur in diesem Raum wird anschließend automatisch heruntergefahren. Das System reagiert sogar auf vorübergehend geöffnete Fenster und sorgt dafür, dass auch dadurch keine Energie verloren geht. Auch die Beheizung der Schulkindergartens, der Räume für die Schulkinderbetreuung sowie der Sporthalle mit ihren Umkleidekabinen und Duschen erfolgt zentral durch den Hausmeister Dieter Dohmeier, der den Besuchern auf dem Monitor die Heizkreise und die verschiedenen Abläufe erläuterte. Beeindruckt von diesen Erkenntnissen, diskutierte der Ausschuss anschließend im Rathaus die weitere Vorgehensweise. SPD-Fraktionsvorsitzender Wilhelm Mevert stellte gleich mehrere Fragen: "Wo wird bei unseren Gebäuden am meisten Energie verbraucht? Was kann man in diesen Fällen machen, und wo lohnen sich Investitionen am schnellsten?" Er möchte auch zusätzliche Informationen über den Wasserverbrauch haben. Der Grünen-Politiker Thomas Stübke forderte zunächst, den Energieverbrauch der Grundschule, der Sporthalle und der anderen Einrichtungen am Kammweg säuberlich zu trennen, damit sie dem jeweiligen Budget zugeordnet werden können. Er stellte zudem die Frage in den Raum: "Wo machen wir jetzt weiter - im Rathaus oder in den Kindergärten?" Er wollte auch wissen, ob die Verwaltung in der Lage sei, Energiepässe auszustellen. Die Antwort kam von Fachbereichsleiter Ulrich Kuhlmann: "Beim Rathaus und bei den Kindergärten geht das mit unseren Bordmitteln. Und für schwierige Fälle gibt es genügend fachkundige heimische Anbieter."

Der Ausschuss informiert sich.
  • Der Ausschuss informiert sich.


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