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254 Pferde in Ahnsen am Start / Geländeparcours wird immer beliebter / Tragischer Unfall beim Springen

"Grünes Turnier": Ross und Reiter geben alles

Ahnsen (sig). Drumherum hat es gedonnert und geblitzt, aber während der Wettbewerbe sind die Reiter in Ahnsen vom Unwetter verschont geblieben. "Da haben wir in der Vergangenheit schon andere Erfahrungen machen müssen", stellte Turnierleiter Friedrich-Wilhelm Lohmann fest. Er machte ohnehin diesmal einen weniger gestressten Eindruck. Die Veranstaltung war nicht überdimensioniert und konnte deshalb ihren Zeitrahmen gut einhalten.

veröffentlicht am 12.06.2007 um 00:00 Uhr

Die Siegerin der schwersten Dressurprüfung des Ahnser Turniers k

Dass die hochsommerlichen Temperaturen sowohl manchen Reiter als auch etliche Anhänger davon abhielten, das "Grüne Turnier" zu besuchen, musste einkalkuliert werden. Schließlich waren anstelle von schweißtreibenden Bewegungen eher Aufenthalte an schattigen Plätzen angesagt. Am Ende sind aber immerhin 254 Pferde und rund 300 Reiter an den Start gegangen. Die Dominanz der Frauen beim Reitsport wird - zumindest auf dieser Ebene - immer erdrückender. Sie kamen nicht nur aus dem Schaumburger Land, sondern auch aus Ostwestfalen und aus dem hannoverschen Land. Die weiteste Anreise hatte eine Starterin aus Walsrode. Eine besondere Adresse wird Ahnsen für die Anhänger des Geländereitens. Die bergan führende Strecke ist abwechslungsreich gestaltet. Die Hindernisse bestehen aus natürlichen Materialien wie verschiedenartige Baumstämme. Dazu gibt es einen Wassergraben, der zu überspringen ist. Das zusätzliche "Übungswasser" war für manches Pferd eine Gewöhnungsprobe. Ein junger Vierbeiner verweigerte dort sieben Mal und war damit aus dem Rennen. Aber schließlich reizte es ihn doch, ein kleines erfrischendes Bad zu nehmen. Recht zufrieden zeigte sich Friedrich-Wilhelm Lohmann mit den Leistungen seiner 23 Starterinnen. Tochter Lohmann holte sich zwei zweite Plätze, Rebecca Faulhaber einen zweiten und einen dritten Platz, ebenso wie Nikola Treichel. Melanie Dietrich konnte sich beim Reiter-Wettbewerb (1. Abteilung) sogar in die Siegerliste eintragen. Kristin Honebein kam auf einen zweiten Platz. Gute Platzierungen erzielten außerdem Lena Merkwirth, Anna Knickmeier, Sara Schaper und Marianne von Blomberg. Für den Schaumburg-Cup, der Erfolge in bestimmten Prüfungen voraussetzt, konnte sich am Schluss des Ahnser Turniers Luisa Wecke aus Stadthagen qualifizieren. Das Finale wird im Oktober in Lindhorst ausgetragen. Gleich zwei Mal gratulieren konnte Turnierchef Friedrich-Wilhelm Lohmann Melanie Wiebe aus Leese, die bei dem Turnier souverän die schwere L-Prüfung in der Dressur gewann. Sie hat nach langjähriger Ausbildung in der Landesreitschule in Hoya nunmehr die Prüfung zur Pferdewirtschaftsmeisterin bestanden. Den praktischen Teil musste sie in der reiterlichen Hochburg Warendorf ablegen, den theoretischen Teil in Münster. Einen - tragischen - Wermutstropfen gab es beim "Grünen Turnier" aber leider doch. Das Pferd eines auswärtigen Turnierteilnehmers verletzte sich selbst beim Springen und musste nach einem Sehnenabriss in der Klinik in Hannover leider eingeschläfert werden. Die Organisatoren trifft an dem Unglück keinerlei Schuld.

Bei den "Zaungästen" sind schattige Plätzchen gefragt.
  • Bei den "Zaungästen" sind schattige Plätzchen gefragt.


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