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Bad Eilser Bauausschuss stimmt dem Bau einer Umflut im Kurpark zu / Aue-Pegel sinkt um 18 bis 20 Zentimeter

Grünes Licht für die "Hochwasser"-Mulde an der Aue

Bad Eilsen (tw). Der Bauausschuss unter Vorsitz von Dr. Willi Dreves (CDU) hat die Pläne, im Kurpark eine Umflut anzulegen, bei seiner jüngsten Zusammenkunft im Haus des Gastes ohne Gegenstimme für gut befunden. Besagte Umflut soll den Bereich Aue-aufwärts der Brücke über die Bahnhofstraße im Falle eines Hochwassers schützen respektive trocken halten.

veröffentlicht am 12.10.2006 um 00:00 Uhr

Nach der jüngsten Empfehlung der Bad Eilser Politiker kann die Ingenieurgesellschaft GEUM.tec GmbH (Hannover) das Projekt so weit vorbereiten, dass der Bau der Umflut in Angriff genommen werden kann, sobald Mittel dafür frei werden. Wie berichtet, soll der Auespiegel durch die Maßnahme, bei der im Kurpark eine 60 Zentimeter tiefe und zehn Meter breite Mulde ausgekoffert wird, oberhalb der Bahnhofstraße im Falle eines Hochwassers um 18 bis 20 Zentimeter sinken. Damit wären drei Objekte in Heeßen vor einer Jahrhundertflut sicher: Grundschule, Kindergarten und Sportanlage; geschützt wäre darüber hinaus auch der künftige Caravan-Park in Bad Eilsen. Die Umflut selbst soll um den Tuffsteinbrunnen herum geführt werden. Weil hinter dem Bad Eilser Wahrzeichen ein Ensemble von vier Lärchen erhalten bleiben soll, wird sich die Umflut vor der Baumgruppe wie eine Zwille gabeln und erst hinter ihr wieder zusammen geführt. 40 Meter vom Standort der Lärchen entfernt, sollen die Erdbewegungen enden. Allerdings: Entsprechend der Empfehlung, die GEU.tec-Geschäftsführer Dr. Michael Franke beim jüngsten Ortstermin im Kurpark gegeben hat, wird die Gemeinde Überlegungen, die früheren Schlammteiche rechts der Aue als Stauraum herrichten zu lassen, nicht weiter verfolgen. "Kosten und Nutzen stehen in keinem Verhältnis", erinnert Bürgermeister Horst Rinne. Ein Hochwasser könne in besagtem Stauraum Richtung Ahnsen nur 15 bis 20 Minuten zurückgehalten werden. Weil dafür enorm viel Erde bewegt werden müsste, würde das Herrichten der Schlammteiche rund 30 000 Euro kosten. Nunmehr soll das Areal als Biotop respektive "Kompensationsfläche" dienen.

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