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Rodenberger Bauausschuss verweigert Entscheidungüber Bebauungsplan

Grüner Baum: Bäume sollen weg

Rodenberg (bab). Der Bauausschuss hat eine Beschlussempfehlung für die Aufstellung des Bebauungsplans auf dem Gelände des ehemaligen "Grünen Baums" verweigert. Die Verwaltung hatte die Planentwurf, der bereits eine Nutzung der Flächen enthält, erst zur Sitzung verteilt, das war den Politikern zum Entscheiden zu kurzfristig.

veröffentlicht am 04.10.2008 um 00:00 Uhr

Nicht nur der Schutt, auch die Bäume am ehemaligen "Grünen Baum"

"Ich sehe das Ding zum ersten Mal", wunderten sich Peter Friedrichkeit und Wilhelm Hartmann von der SPD unisono, als Arno Fatzler von der Verwaltung den Planentwurf bei der Sitzung des Bau-, Planungs- und Gewerbeausschusses verteilte. Aber auch die CDU/WGR-Mehrheitsfraktion wurde von dem Entwurfüberrascht. "Diese Zeichnung sehe ich auch zum ersten Mal", bestätigte CDU-Fraktionssprecher Carsten Schulz, der dachte "es ginge hier um die Änderung des Bebauungsplans". In der Zeichnung war aber bereits festgelegt, wie die Fläche später genutzt werden sollen. Was den Ratsherren "völlig neu" erschien war, dass die Verwaltung die Park&Ride-Fläche im Süden direkt an der Straße Masch neben dem Kiosk vorgesehen hat. Östlich daran angrenzend soll laut Planzeichnung die Möglichkeit zum Bau für Garagen eingeräumt werden. In der Mitte des Geländes hat die Stadt bereits 670 Quadratmeter für den Bau eines Geschäftshauses verkauft. Davor an der Allee soll wie derzeit auch der Parkplatz bleiben. "Der Baumbestand?", fragte Schulz. "Das müsste dann alles weg", schlussfolgerte der CDU-Sprecher. "Die Bäume sind teilweise hohl, die sind zum größten Teil hin", antwortete Fatzler. Das sei anhand des Totholzes an den Bäumen festgestellt worden. "Das kann man alles so schnell doch gar nicht beschließen", meinte Hartmann. Joachim Stürck (CDU) machte darauf aufmerksam, dass es eine Ladungsfrist gebe. "Da ich den Plan das erste Mal sehe, kann ich - egal welcher Antrag gestellt wird -nicht zustimmen." Friedrichkeit riet, die Vorlage den Fraktionen vorzulegen, damit sich diese mit dem Entwurf beschäftigen können. Hartmann appellierte sicherheitshalber an die Verwaltung, dass die vorgelegte Version auf keinen Fall schon ins Verfahren gehe. Fatzler sagte, dass es bisher lediglich einen Aufstellungsbeschluss gebe und dass die weiteren Schritte ohnehin erst unternommen würden, wenn Jörg Döpke vom Bauamt aus dem Urlaub zurückgekehrt sei. Der Ausschuss einigte sich auf Friedrichkeits Vorschlag. Die Fraktionen sollen beraten. Stadtdirektor Uwe Heilmann versteht die Aufregung nicht. Wie er auf Anfrage erklärte, hat die Verwaltung einen Plan erarbeitet und damit einen Vorschlag gemacht, wie das Gelände geordnet werden kann. "Dann sollen die mal sagen, was sie dort haben wollen, wir wären froh, wenn die Politik uns Vorschläge macht", sagte er. "Aber ich habe noch nichts gehört." "Wir sehen nicht ein, dass die Verwaltung für die Tonne arbeitet", so Heilmann. Zudem sei nach dem Grundstücksverkauf nun Druck entstanden.



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