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39-jährige Pennigsehlerin auf aussichtsreichem Landeslistenplatz fünf / Bückeburger Klusmeier zieht kurzfristig zurück

Grüne: Nienburgerin Katja Keul kandidiert für Bundestag

Landkreis (jpw). Katja Keul aus Pennigsehl wird als Kandidatin für Bündnis 90/Grüne im Wahlkreis Nienburg-Schaumburg zur Bundestagswahl antreten. Die 39-jährige Rechtsanwältin erhielt bei ihrer Kür in der Wölpinghäuser "Kleinen Freiheit" 88,9 Prozent Zustimmung. Der potenzielle Bewerber aus dem Kreisverband Schaumburg, Wilhelm Klusmeier aus Bückeburg hatte kurz vor der Wahl seine Bewerbung zurückgezogen.

veröffentlicht am 28.11.2008 um 00:00 Uhr

Katja Keul

Zunächst hatte es bei der Bundestags-Kandidatenkür der beiden Kreisverbände Schaumburg und Nienburg nach einer Kampfabstimmung und einem Wahlmarathon ausgehen. Aber am Ende ging es im voll besetzten Saal der Wölpinghäuser "Kleinen Freiheit" doch alles ganz schnell und einvernehmlich. Angesichts eines aussichtsreichen fünften Platzes auf der Landesliste, den die Sprecherin des Kreisverbandes Nienburg bereits innehat, zog der Bückeburger Wilhelm Klusmeier als potenzieller Kandidat aus dem Kreisverband Schaumburg seine Absichten zugunsten einer klaren Nominierung Keuls zurück. "Schade, Schaumburg hätte mal wieder jemanden gebraucht", sagte Klusmeier anschließend. Aber es gehe auch darum, Kandidaten nicht unnötig zu beschädigen. Keul erhielt 88,9 Prozent der 27 abgegebenen Stimmen, in der Wahlurne befanden sich außer 24 Ja-Stimmen eine Nein-Stimme und zwei Enthaltungen. Erst vor zwei Jahren ist die Rechtsanwältin wieder dem Bündnis 90/Grüne beigetreten, nachdem sie 1999 wegen des Kosovoeinsatzes bereits ausgetreten war. Keuls politisches Engagement - auch auf Landesebene - gilt besonders dem Kampf gegen Kinderarmut und der Einführung einer Kindergrundsicherung. Den von ihr geforderten Ausbau der Kinderbetreuung will sie nicht imGegensatz zu einer weiteren "monetären Förderung" von Familien sehen. Ein weiterer Akzent ihrer Arbeit liegt auf der "internationalen Friedenspolitik", für die sie Einsätze ohne UN-Mandat strikt ablehnt und in Afghanistan den Anteil der Aufbauhilfe künftig aufgestockt sehen will.

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