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"Improvisation ist alles": Neuer Theater-Workshop in der Jugendfreizeitstätte

Grüne Männchen aus dem All und wenn Kamel Kati zusammenbricht

Bückeburg. Kati, das Kamel, bricht unter ihrer schweren Last zusammen, Kirsten findet den roten Ball der Heißigkeit, Hannah und Gerrit sehen grüne Männchen aus dem All und Dana steppt und singt dazu. Buntes Treiben in einem Science-Fiction-Film? Ein Traum? Schabernack? Nein: Theatersport!

veröffentlicht am 20.02.2007 um 00:00 Uhr

Im vergangenen Jahr gab es für Jugendliche in der Jugendfreizeitstätte gleich zweimal die Möglichkeit, die Grenzen ihrer Phantasie zu erweitern und sich als Schauspieler auszuprobieren. Im Februar 2006 wurde von der Praktikantin Larissa Schönberger und Benjamin Rogge, die damals ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvierten, ein "Improvisationsworkshop" angeboten. Nach Erproben verschiedener Übungen und kreativen Eigenkreationen, fuhr man nach Hannover und sah den "Profis" im Schauspielhaus zu. Außerdem erfreute die zwölfköpfige Truppe die Mindener mit spontanen Showeinlagen in der Innenstadt. Die Begeisterung für diese neue Art der Freizeitbeschäftigung fand sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den beiden Leitern so großen Anklang, dass für Juni / Juli ein zweiter Workshop erarbeitet wurde. Doch diesmal wollten Benjamin Rogge und seine neue Kollegin Johanna Meyer (Theaterprojekt "Fremdsehen") noch ein wenig weitergehen und entschieden sich für ein "Theatersport"-Projekt, bei dem es nicht nur auf das Stegreifspiel ankommt, sondern in konkurrierenden Teams um die Gunst des Publikums gebuhlt wird. Am Tag des großen Show-Events, zu dem Verwandte und Freunde der 14 Teilnehmer eingeladen wurden, verteilten sie Wasserpistolen, Schwämme und Rosen unter den Zuschauern, die damit ihre Favoriten bestimmen sollten. Die drei Teams lieferten sich ein Wettstreit, der mit viel Applaus, spontanem Jubel und Lachanfällen belohnt wurde. "Wir müssen den Jugendlichen Raum geben, sich kreativ zu entfalten. Es gilt, Alternativen zu Playstation und stundenlangem Fernsehen aufzuzeigen", so die 20-jährige Leiterin Larissa Schönberger. Und ihre Kollegin Johanna Meyer (20) ergänzt: " Schulen versäumen diese Art von kultureller Bildung in den meisten Fällen, weil mehr Wert auf die 'richtigen' Fächer wie die Naturwissenschaften und Fremdsprachen gelegt wird. Das ist ja nicht falsch, nur fehlt den Schülern oft schon der Mut oder das Selbstvertrauen vor ihren Mitschülern zum Beispiel ein Referat zu halten. Die Ausbildung sozialer Kompetenzen bleibt eher die Aufgabe der Freizeitangebote." Dies haben sich die drei Studenten zu Herzen genommen und beschlossen einen dritten Improvisationsworkshop anzubieten. Komprimiert auf drei Wochen soll mit interessierten Jugendlichen ein breites Spektrum von Improvisations- und Schauspielübungen erarbeitet werden. Dabei sollen vor allem die Teilnehmer selbst bestimmen, welche Schwerpunkte sie setzten wollen und wie eine entsprechende Präsentation der Endergebnisse aussehen soll. "Es ist der reine Wahnsinn, wenn man die Entwicklungen der Teilnehmer in unseren ersten beiden Projekte sieht. Ich bin gespannt, was da noch möglich ist!", strahlt Benjamin Rogge (22). Die Treffen finden am Mittwoch, 7. März, (18 bis 21 Uhr), Sonnabend, 10. März, (11 bis 18 Uhr), Mittwoch, 14. März (18 bis 21 Uhr), und am Mittwoch, 21. März (18 bis 20 Uhr) statt. Außerdem wird Sonnabend, 17. März, ab 14 Uhr bis Sonntag, 18. März, ein Probenwochenende veranstaltet. Die Abschlussveranstaltung findet nach Absprache mit den Teilnehmern am Wochenende vom 23. bis 25. März statt. Der Teilnehmerbeitrag für den gesamten Workshop inclusive Übernachtung und Verpflegung beträgt 10 Euro. Der dritter Improvisations-Workshop richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren. Da die Teilnehmerplätze beschränkt sind, ist es erforderlich sich persönlich bis zum 28. Februar in der Jugendfreizeitstätte anzumelden.

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