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Grüne: Katastrophenschutz in Grohnde fünf Jahre im Verzug

Wie wäre Niedersachsen für einen atomaren Katastrophenfall gerüstet? Auf Anfrage der grünen Landtagsabgeordneten Christian Meyer und Miriam Staudte wurde nun bekannt, dass das Land eine Lieferung über 25 Millionen Jodtabletten erhalten hat. Diese sollen frühestens Ende 2021 an die Landkreise ausgeliefert werden. Meyer, für Katastrophenschutz zuständiger Abgeordneter der Landtagsfraktion der Grünen, kritisiert, dass die Verbesserung Notfallvorsorge im Umfeld des AKW Grohnde mittlerweile über fünf Jahre im Verzug sei: „Innenminister Pistorius sitzt auf 25 Millionen Jodtabletten. Im Falle eines Atomunfalls sollten innerhalb von sechs Stunden Jodtabletten an jeden Bürger verteilt werden, der sich im Bereich der radioaktiven Wolke befinden. Doch dafür müssen die Jodtabletten dezentral in jedem Landkreis bevorratet sein", so Meyer. Das Land schaffe es nicht, die nötigen Lager und die Logistik für einen schnellen Einsatz im Katastrophenfall umzusetzen.

veröffentlicht am 12.04.2021 um 10:15 Uhr



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