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„Das ist im Kreisgebiet nicht zu toppen“ / Strategisch wichtiger Schritt zur Nachwuchsgewinnung

Gründung der fünften Kinderfeuerwehr

Rohden (ah). „Hilfe, es brennt“, ertönt es vom Rohdener Dorfplatz. Sofort eilen Helfer herbei, legen eine Verbindung zwischen Tragkraftspritze und Verteiler, rollen einen Schlauch nach dem anderen aus, schließen ihn an, setzen die Spritze auf und rufen: „Wasser marsch!“ Vom Verteiler ruft es zurück: „Verstanden!“ Innerhalb weniger Minuten sind drei Schläuche einsatzbereit.

veröffentlicht am 03.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 16:21 Uhr

Diejenigen, die hier im Team agieren, sind Kinder unter zehn Jahren, Mitglieder der Kinderfeuerwehr Rohden unter Leitung von Kinderfeuerwehrwart Daniel Meier, Christina und Ann-Kathrin Hilpert sowie Julian Weynans. Mit dieser Übung stellt sich die Gruppe anlässlich ihrer Gründung der Öffentlichkeit vor.

„Das Thema Kinderfeuerwehr verfolgt uns schon seit längerer Zeit, sie ist unsere Lösung für die Riesennachwuchsprobleme, die unsere Jugendwehr hat“, erklärt der stellvertretende Ortsbrandmeister Marco Brandes. Mit zehn Jahren, dem Eintrittsalter in die Jugendfeuerwehr, hätten viele bereits einen vollen Terminkalender. Daher sei es notwendig, dass die Feuerwehr bereits Kinder anspreche und begeistere.

Am Muttertag 2011 lud die Rohdener Ortswehr Kinder zu einem Schnuppertag ein, sieben meldeten sich im Anschluss daran, wollten Mitglied in einer Kinderfeuerwehr werden. Aktuell gehören den „Löschkids“, wie sich die Gruppe nennt, drei Mädchen und sieben Jungen an. Acht Kinder kommen aus Rohden/Rohdental, je eines aus Hessisch Oldendorf und aus Hope. Die Gründung der Kinderfeuerwehr sei „der strategisch richtige Schritt“, um Nachwuchs zu gewinnen, bestätigt Bürgermeister Harald Krüger und fügt hinzu: „Damit wird ein Stück Zukunftsgeschichte der Wehr geschrieben.“ Ortsbürgermeister Friedrich Meier betont, wie wichtig es sei, dass die Wehr erhalten bleibe und nennt die Gründung der mittlerweile dritten Kinderfeuerwehr in der Ortschaft Rohdental „wunderbar“. Nach Höfingen und Barksen (zusammen mit Zersen) erfolgten Gründungen in den Ortswehren Klei-nenwieden (mit Welsede und Großenwieden) 2011 und Segelhorst im Januar 2012.

Sehr interessiert sind auch die Mädchen.

„Die Gründung einer Kinderfeuerwehr habe ich in Rohden nicht mehr geschafft“, gesteht der ehemalige Ortsbrandmeister, Stadtbrandmeister Jürgen Hilpert. „16 Jugendfeuerwehren und nunmehr fünf Kinderfeuerwehren – das ist im Kreisgebiet nicht zu toppen“, hebt er hervor und weist die versammelten Mitglieder darauf hin: „Bis zum 62. Geburtstag dürft ihr bei uns mitmachen.“ „Wenn ihr euch beeilt, könnt ihr euch als vierte Kinderfeuerwehr im Stadtgebiet eintragen lassen – noch vor Segelhorst, von denen ich noch keine Anmeldung vorliegen habe“, rät Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Kurbgeweit und wünscht der Gruppe, dass sie es schafft, auch mal ein Jubiläum zu feiern. Neben seinem Dank an die Eltern, die ihre Kinder der Feuerwehr anvertrauen, erklärt er: „Wir sind hier keine Einzelkämpfer, wir arbeiten und halten zusammen.“ „Ganz viel Erfolg und Spaß“ wünscht Ortsratsmitglied Astrid Hücker, während Stadtjugendwartin Agnes Dybowski Schokolade an alle „Löschkids“ verteilt.

Alle zwei Wochen trifft sich die Kinderfeuerwehr Rohden samstags am Feuerwehrhaus, das nächste Mal am 5. Mai um 10.30 Uhr. Wer dazustoßen möchte: Bei den „Löschkids“ steht nicht nur Gerätekunde, sondern auch Spielen und Basteln auf dem Programm.

Man sieht den Kindern an, wie viel Spaß sie bei der Feuerwehr haben.

Fotos: ah



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