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Parkleitsystem soll völlig umgekrempelt werden

Grün ist Norden - Rot ist Süden - endlich alles klar

Stadthagen (jl). Der Weg zu den Parkplätzen in der Stadthäger Innenstadt ist für Ortsfremde ein Buch mit sieben Siegeln, weil die vorhandenen Schilder keine Orientierungshilfe geben oder an mancher Stelle schlicht fehlen. Das soll sich ändern. Die Stadt bereitet ein völlig neues Parkleitsystem vor, das im Bauausschuss des Rates erstmals vorgestellt und diskutiert wurde.

veröffentlicht am 10.02.2007 um 00:00 Uhr

Auf dem Hinweisschild stehen rot und grün für die Kernstadt, bla

Bei ihrem Leitsystem will die Kreisstadt auf "statische Schilder" setzen, auch aus Kostengründen. Dynamische Elemente, die etwa die Zahl von freien Parkplätzen anzeigen wie in Rinteln soll es ausdrücklich nicht geben. Olaf Thiemann und Kollegen vom hannoverschen Planungsbüro Verkehrstechnik Consult haben die Parkplatzlandschaft der Innenstadt nach nördlicher und südlicher Lage geteilt und sind damit den Haupteinfallrouten gefolgt. Der Parkbereich "Nord" umfasst den Busbahnhof, Hundemarkt und Schulstraße, der Süden Hagemeyer, Wall, Marktpassage und Schloss. Farblich wird das auf allen Hinweiselementen mit grün für den Norden und rot für den Süden symbolisiert und soll sich möglichst auch in der Werbung und der Geschäftspost wiederfinden. Und auf den Schildern soll auch nicht wie derzeit Nord 1 oder ähnlich kryptische Bezeichnungen stehen, sondern "Hundemarkt", "Marktpassage" und so weiter. Große Ankündigungstafeln mit Farben soll die Autofahrer an den wichtigsten Ortseingängen auf die Existenz des Leitsystems hinweisen. 60 Bereichswegweiser an den so genannten Entscheidungspunkten am äußeren Stadtring sollen erste Orientierungen via Nord, Süd, Festplatz oder Nordring geben. Dann folgen im Leitsystem die eigentlich Parkplatzwegweiser im Bereich des Stadtkerns, die auch die Verteilung auf die Plätze übernehmen und schließlich die Parkplatzschilder, die "Ziel erreicht" signalisieren. Kosten soll die Installation des neuen Schilderwaldes rund 75 000 Euro. Die Stadt setzt allerdings auf Zuschüsse aus dem GVFG-Topf und hat schon einen entsprechenden Antrag gestellt. Deswegen muss das Konzept auch mit den Verkehrsbehörden abgestimmt werden. Ernst Lenk (Grüne) befürchtete, dass die Rot-/Grün-Symbolik keinen Fortschritt gegenüber dem jetzigen System bringen werde, wenn sie nicht durch Übersichtskarten an den Ortseingängen unterstützt würden. "Nicht jeder kann einen Stadtplan lesen", hielt die Ausschussvorsitzende Ute Steidel (SPD) dagegen. Lothar Biege (FDP) vermisste auf den Schildern den Hinweis Zentrum. Wo denn sonst würden die Parkplätze liegen, hielten Bauamtsleiter Manfred Fellmann und Planer Thiemann dagegen. Dorthin führten alle Zielhinweise. Fabian Deus (CDU) regte an, auf den Schildern per Symbol auf die Fußgängerzone hinzuweisen. Das sei zu überlegen, meinte Thiemann. Er riet aber davon zu viele zusätzliche Hinweise auf die Schilder zu bringen. Das schade der Lesbarkeit und gefährde die Förderung. Bei einer Enthaltung billigte der Ausschuss das Konzept.



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