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Freundeskreis Münchhausen erhält Zustiftung aus dem Erbe von Walter Menge

Großzügiger Gönner

BODENWERDER. Mehr als verzehnfacht wurde das Guthaben auf dem Konto der Vereinskasse des Freundeskreises Münchhausen.

veröffentlicht am 14.03.2018 um 12:44 Uhr

Der Vorstand des Freundeskreises Münchhausen. FOTO: BOR
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Julia Alin Reporter

Rund 50 300 Euro hatte der 2007 verstorbene, 83-jährige Wahl-Bodenwerderaner Walter Menge dem Verein vermacht. Die Stiftung war zehn Jahre lang von der Stadt Bodenwerder verwahrt und nun zur Verfügung des Freundeskreises gestellt worden.

Auch wenn der Freundeskreis die Spende nicht gleich ausgeben will, wird der Verein sicherlich eine fünfstellige Summe für die anstehenden Feier im Jahr 2020 anlässlich des 300. Geburtstags des Barons von Münchhausen (11. Mai 2020) in verschiedene Projekte investieren. Zu einem der Vorhaben wird auch das für dieses Jahr geplante Projekt „Restaurierung Münchhausen-Grotte“ zählen. Nach der erfolgten Innenrestaurierung ist jetzt der Außenbereich dran.

Mit drei Worten fasste der Vorsitzende des Freundeskreises Münchhausen e. V. seinen Geschäftsbericht zusammen. „Die Richtung stimmt“, ist sich Helmut Kühn sicher. Mehr als nur Namens-Kosmetik sei im letzten Jahr die Namensänderung des Vereins gewesen, denn der Begriff „Gutshof“ taucht im Vereinsnamen nicht mehr auf. Der neue Name ist aus Sicht des Vorstandes richtungsweisend. Konkret will der Freundeskreis künftig als Ansprechpartner für alle Belange rund um die Person Münchhausen und seiner Heimatstadt Bodenwerder da sein.

In diesem Jahr ist am 16. Juni eine Sondervorstellung der Münchhausenspielgruppe geplant, die sich dann auch im Beisein von Sponsoren auf die Übergabe einer neuen Mikrofon-Anlage freut. „Keiner hätte vor über 30 Jahren gedacht, dass die Spielgruppe so lange bestehen wird“, meinte Joachim Merker auf der Jahreshauptversammlung des Freundeskreises. Der Münchhausen-Darsteller weiß allerdings auch, dass die Personalsituation der Laienschauspieler grenzwertig ist. Mit elf Schauspielern ist die Spielgruppe in vielen Rollen nur einmal besetzt, sodass jeder, der selbst einmal in eine der Rollen schlüpfen möchte, willkommen ist.

133 Mitglieder zählt der Freundeskreis zur Zeit. Als Neumitglieder begrüßte Helmut Kühn das Ehepaar Horst und Brigitte Kumpf mit einem kleinen Präsent und dem Satz in die Runde: „Man darf Mitglied werden – wenn man uns fragt.“

Auch Museumsleiter und Stadtheimatpfleger Werner Koch und sein Team können auf die vielseitige Unterstützung des Freundeskreis Münchhausen zählen. In der Saison besuchten 15 200 Besucher das Museum. Selbst in der Winterpause besuchten 21 Gruppen mit insgesamt 550 Besuchern das Münchhausen-Museum. Darunter befanden sich auch das Unteroffizierskorps der Patenkompanie sowie zwei Reisegruppen aus Moskau und St. Petersburg.

Ein Empfang, drei Sonderausstellungen, den Tag des offenen Denkmals und der Münchhausen-Abend seien abermals sehr erfolgreiche Veranstaltungen gewesen, berichtete Koch. Ab dem 24. März werde das Museum wieder für 31 Wochen bis zum 31. Oktober von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein.



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