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Großes Interesse an Vortrag über Hartz-IV - Gesetze

Die Stühle reichten nicht aus im Expo-Café der Jugendwerkstatt, so groß war das Interesse am Vortrag des Vorsitzenden Richters am Landessozialgericht Niedersachsen, Leandro Valgolio, zu den „Hartz-IV“-Gesetzen. Über 70 Besucher, darunter viele Betroffene, folgten den Ausführungen über die Rechtsprechung der zweiten Instanz zu den Klagen von Betroffenen. Die Fallzahlen bei den Sozialgerichten hätten erheblich zugenommen.

veröffentlicht am 30.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 15:21 Uhr

Die Stühle reichten nicht aus im Expo-Café der Jugendwerkstatt, so groß war das Interesse am Vortrag des Vorsitzenden Richters am Landessozialgericht Niedersachsen, Leandro Valgolio, zu den „Hartz-IV“-Gesetzen. Über 70 Besucher, darunter viele Betroffene, folgten den Ausführungen über die Rechtsprechung der zweiten Instanz zu den Klagen von Betroffenen. Die Fallzahlen bei den Sozialgerichten hätten erheblich zugenommen. Bei einem großen Teil dieser Verfahren gehe es um die Kosten für Unterkunft und Heizung, so Richter Valgolio. So seien die angesetzten Mietobergrenzen oft zu niedrig und entsprächen nicht den tatsächlichen Verhältnissen auf dem Wohnungsmarkt. Ein weiterer Anteil der Verfahren beträfe den Bereich der Sanktionen gegen ALG-II-Empfänger: die Absenkung der finanziellen Leistungen bis zu drei Monaten. Es seien aber weniger Sanktionen wegen Ablehnung von Arbeit als vielmehr solche, die sich aus Eingliederungsvereinbarungen ergäben. Hier sei die Rechtsprechung zugunsten der Kläger sehr hoch. Hat die Hartz-IV-Reform aus Sicht eines Landessozialrichters ihre Ziele erreicht: also Fördern und Fordern der Arbeitslosen? „Eine wirksame Vermittlung aus einer Hand findet für Hartz-IV-Empfänger so gut wie nicht statt“, so der Referent. Was diesen Menschen fehle, sei eine anständige Arbeit, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten könnten. In der folgenden lebhaften Diskussion schilderten viele Teilnehmer ihre problematischen Erfahrungen mit den Behörden. Etliche Fragen richteten sich auch an die Politik. Diskussionsleiterin Jutta Krellmann („Die Linke“) schloss die Veranstaltung mit dem Rat: „Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.“

Jetzt hat auch der Tennisverein Halvestorf-Haverbeck neue Vereinsmeister. In spannenden Spielen wurden sie ermittelt, es sind Mauritz Rosenbusch, Janina Scharenberg, Thomas Mahlau, Dr. Till Brecke, Sabine Päschkes und Ralph Binder sowie Wolf-Dieter Jodehl.

Seit insgesamt 14 600 Tagen oder 350 400 Stunden investieren die Eltern des Fördervereins der Grundschule im Saaletal in Oldendorf jede Menge Schweiß, um ihren Kindern im Lauf der letzten 40 Jahre immer wieder Neuerungen und Verbesserungen zu bieten. Die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern, die Umgestaltung des Schulhofes sowie eine zuverlässige Nachmittagsbetreuung wurden in den vergangenen Jahren geschaffen. Doch auch bereits in früheren Jahren setzte sich der Förderverein für dringend notwendige Anschaffungen ein, erinnert sich der heutige erste Vorsitzende Herbert Bartels. Der 48-jährige hat schon seit frühester Kindheit eine starke Bindung an die Schule, in der er selbst unterrichtet wurde. Sein Großvater war am Umbau der Schule im Jahr 1967 beteiligt, was dem Betriebswirt heute noch lebhaft in Erinnerung ist. „Das wird mal deine Schule, das mache ich für dich“, habe der Opa damals gesagt. Ein Dank für die geleistete Arbeit geht an die anderen Vorstandsmitglieder. Torsten Köhler ist einer davon. Für den Benstorfer ist es einfach „ toll“ ein so gut aufeinander abgestimmtes Betreuungskonzept für die Nachmittagsbetreuung der Schüler auf die Beine gestellt zu haben. Und auch die Umgestaltung des Schulhofes lässt sich sehen. Eine Cafeteria bietet frische Getränke und kleine Snacks, die Anschaffung neuer Bücher für die Schulbücherei wurde unterstützt, und dank der Initiative des Vorstandes und engagierter Eltern wurde die Anschaffung neuer PCs ermöglicht. Britta Wagner gehört seit gut einem Jahr dem Vorstand als Kassenwartin an und findet es sehr sinnvoll, sich für die Belange der Kinder zu engagieren. Das war auch auf dem großen Fest zur Feier des 40-jährigen Bestehens zu spüren. Nicht nur die Vorstandsmitglieder, sondern viele Eltern brachten sich ein.

5 Bilder
Tolle Knolle: Schildkröte und Athletentorso (re.), geerntet von Wilfried Voß. Foto: dana

Abschied nach Jahrzehnten: Mit dem heutigen Tag ist Günter Raabe, Mitarbeiter der Firma Wehrhahn GmbH, Ruheständler. Er hat dem Unternehmen mehr als 43 Jahre die Treue gehalten, begann zunächst als Fahrer, arbeitete dann in der Verwaltung der Außenläger, war Lagerverwalter Warenannahme und -ausgabe und in den letzten zehn Jahren als Fahrer und in der Lagerverwaltung. Raabe hatte stets guten Kontakt zu Kunden und deren Mitarbeitern, war gewissermaßen das Sprachrohr zwischen Kunde und Firma und hat drei Generationen Arbeitgeber aus der rund 100-jährigen Geschichte der Spedition erlebt.

Die Elternvertreterinnen der Kirchohsener Kitas des DRK und die Ortsvereinsvorsitzende Karin Bäker überreichten Martina Büdow und ihrem DRK-Generationenchor einen Scheck über 1230 Euro, der auch im kommenden Jahr das Weiterbestehen des Gesangsensembles sichert. Anlässlich des diesjährigen Sommerfestes der Kitas aus der „Neuen Straße“ und dem „Distelflecken“, bei dem sich auch der Ortsverein mit zahlreichen Aktionen beteiligte, konnte ein kleiner Erlös zugunsten des Generationenchores erwirtschaftet werden. Und da der Chorgesang der kleinen Sängerinnen und Sänger sowie der liebenswerten Senioren im Gemeindegebiet seit fünf Jahren richtig guten Anklang findet, engagiert man sich in Emmerthal vielfältig, um dieser Singgemeinschaft auch weiterhin eine Perspektive zu bieten.

Mit dem Förderverein der Grundschule Groß Berkel und bei dessen Sommerfest verbrachten Schüler, Eltern, Geschwister, Großeltern und Lehrer einen schönen Sonntagnachmittag. Dafür sorgte schon allein die Vorstellung der „Lila Bühne“ mit dem Stück „Keine Bange, kleine Schlange“, bei dem die Kinder lauthals mitsangen. Schade nur, dass das Wetter nicht mitspielte und die Rahmenveranstaltung dadurch größtenteils in die Schule verlegt werden musste. Dies tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Auf den Gängen gab es einen Kinderflohmarkt, einen Stand mit Edelsteinen, die Kinder konnten sich im Dosenwerfen und mit dem „Heißen Draht“ üben, wobei es auch kleine Gewinne gab. Es wurde auch Kinderschminken vom Jugendrotkreuz angeboten, und fürs leibliche Wohl war dank der zahlreichen Spenden der Elternschaft natürlich auch gesorgt.

Tolle Knolle: Eine solche beziehungsweise gleich zwei Prachtexemplare von Kartoffeln hat Wilfried („Fiffi“) Voß in seinem Garten in Ohr geerntet. Die Erdäpfel haben die Form einer Schildkröte beziehungsweise eines Athleten-Torsos und wurden mit dem eigenen Kompost gedüngt, wie der Autor unser plattdeutschen Geschichten verrät. Oder anders gesagt: „Ich mache meinen eigenen Mist.“CK

Hier gibt’s einen Scheck – damit der generationenübergreifende Chor in Kirchohsen eine Zukunft hat.

Foto: gm

Volles Haus im Expo-Café – was Sozialrichter Leandro Valgolio (re.) zu Hartz IV zu sagen hatte, interessierte ein großes Publikum.



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