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Kenner zeigen sich entzückt über den Vortrag des Gamben-Ensembles "Marais Consort"

Großes Finale der 32. Rintelner Musiktage

Rinteln (dis). Kenner und Liebhaber der Gambe zeigten sich entzückt, als das Ensemble "Marais Consort" aus Hamburg zum Abschluss der 32. Rintelner Musiktage in der St.-Nikolai-Kirche Halt machte. Kompositorisch wurden in dem Gedenkkonzert an den Liederautor und Chronisten Johann Rist (1607 bis 1667) - einem ehemaligen Theologiestudenden bei Josua Stegmann an der Universität Rinteln - viele Kapitel aufgeschlagen, die zu Rists Lebzeiten populär waren.

veröffentlicht am 28.11.2007 um 00:00 Uhr

Und für die Umsetzung der changierenden Werke aus Rennaicance und Barock konnte niemand besser sorgen als die Gäste von der Elbe, wo auch Rist dereinst lebte. Dieser neben Paul Gerhardt mit zu den bedeutendsten geistlichen Dichtern des 17. Jahrhunderts zählende Gelehrte wirkte nämlich von 1635 bis 1658 in Hamburg-Wedel als Pastor. Bei ihren klangschönen Wiedergaben benutzten die Gambisten Hans-Georg Kramer, Rebeka Rusó, Brian Franklin, Hermann Hickether und Irene Klein Kopien italienischer Instrumente der Spätrennaicance, die in Zusammenarbeit mit Geigenbauer Christian Brosse entstanden sind. Eingangs nahmen die Spieler, zu denen sich Cembalistin Ingelore Schubert gesellte, "Städtische und bürgerliche Musik in Hamburg" ins Visier und fanden rasch zu einem wohltönenden, sorgsam abgestimmten Fundament. Man konzertierte auf hohem Niveau, elastisch in der Gestaltung und kantabel bei der Nachzeichnung von Melodienlinien. Diese Tugendendemonstrierte die sich gegenseitig ideal ergänzende Crew auch, als sie anschließend den großen Notenbogen vom "Höfischen Leben" über "Handel und Luxus", "Krieg und Frieden" bis zum "Wedeler Parnass" schlug. Ingelore Schubert hatte mit ins Programm eingestreuten Soli von Scheidemann, Johnson und Weckmann ihre größten Momente und erhielt dafür - genau wie ihre Streicherkollegen - langen Applaus. Dass zum Schluss eine Zugabe den 90-minütigen Abend komplettierte, freute das Publikum.



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