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100 Pappeln und Birken am Mausoleum entwurzelt / K1 gesperrt / 20 Bahnreisende sitzen fest

Großes Aufräumen nach der Schreckensnacht

Bückeburg (thm). Noch lange, nachdem dem Orkan in der Nacht zum Freitag die Puste ausgegangen war, hat er die Bückeburger - und dort vor allem die vielen Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Bauhof - in Atem gehalten. Umgestürzte Bäume und heruntergewehte Dachpfannen machten das Gros der Beschädigungen aus. Gestern dauerten die Aufräumarbeiten den ganzen Tag über an.

veröffentlicht am 20.01.2007 um 00:00 Uhr

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Überall, wo's waldig ist, lagen in der stürmischen Nacht die - gefährlichen - Problemstellen. So mussten Feuerwehr und Straßenmeisterei zu der von Nordholz durch den Schaumburger Wald nach Cammer führenden Kreisstraße 1 ausrücken. Orkanböen hatten dort mehrere Bäume entwurzelt, die auf dieFahrbahn gefallen waren und diese in der gesamten Breite versperrten. Weil die Gefahr bestand, dass der Sturm im Laufe der Nacht noch weitere Bäume entwurzeln würde, griffen die Einsatzkräfte zum sichersten aller Mittel und sperrten die Straße an ihren beiden Endpunkten kurzerhand mit Flatterband, Warnbaken und Signalleuchten komplett ab. Heftige Böen haben auch im Schlosspark erhebliche Schäden angerichtet. Betroffen ist vor allem der Bereich rund ums Mausoleum, wo nach Darstellung von Schlossverwalter Alexander Perl rund 100 Pappeln und Birken entweder entwurzelt oder glatt abgeknickt wurden. "Die Höhe des Schadens können wir jetzt noch gar nicht genau beziffern", erklärte Perl auf Anfrage. Er und die Mitarbeiter von Hofkammer und Forstamt hatten gestern früh alle Hände voll damit zu tun, die wichtigsten Wege in Schaumburger Wald, Harrl und den Parkanlagen zu sichern und die Schäden zu bilanzieren. Mitunter mussten die Einsatzkräfte auch vor den übermächtigen Naturgewalten kapitulieren. So zum Beispiel im Wohngebiet am Südharrl, wo zunächst nur die wichtigsten Straßen geräumt wurden, die ungeräumten Straßen aufgrund fehlenden Absperrmaterials nicht einmal gesichert werden konnten. Apropos gesichert: An der Baustelle auf der Hannoverschen Straße vor dem Minchen hatte der Sturm die Baustellenampel ausfallen lassen - die Autofahrer passten auf und vermieden Blechschäden. Kalt erwischt wurde die Baustelle des neuen Getränkemarktes an der Ahnser Straße. Der Sturm fegte die auf dem Dach liegenden Dämmplatten herunter und verteilte sie - zwischen Minchen und Gefängnis - ringsum in der Landschaft. Passanten und Polizei sicherten die Baumaterialien, so gut es ging. Anschließend wurde die Ahnser Straße bis zum nächsten Morgen komplett gesperrt. Ein Blitz, der im Bereich des Bahnhofes einschlug, legte dort sämtliche technischen Anlagen lahm. Im Bahnhof wurde auch ein gerade dort haltender Zug von der am frühen Abend von der Bahn-Zentrale erlassenen Verfügung ereilt, den Bahnverkehr in ganz Deutschland komplett einzustellen. Damit saßen nach Mitteilung der Bückeburger Polizei etwa 20 Reisegäste in Bückeburg fest. Sturm-Bilder: Weitere Fotos aus der Sturmnacht finden Sie im Galerie-Bereich auf unserer Internetseite unter www.landes-zeitung.de

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